Montag, 4. Juni 2012

Sozialdemokraten und Asyl


In früheren Zeiten in der der Humanismus ein wichtiger Bestandteil der Sozialdemokratie war, war es selbstverständlich das Flüchtlinge und Asylsuchende mit Solidarität der SPD rechnen konnten, aber spätestens mit der Änderung des Asylrechts von 1993 (1), ist das anders geworden.

Die Traurige Wirklichkeit; oder warum sich die volksnahen „Linksozialen“, mit der Flüchtlingssolidarität so schwer tun. Man kann sich auch die Frage stellen, wo bleibt das humanistische Menschenbild der (von manchen) Sozialdemokraten.
Der Anlass: Der Oberbürgermeister  der Kreisfreien Stadt Weiden Seggewiß (SPD) stellt sich mit einen Protestschreiben (2) gegen den Zuzug von Asylbewerbern, und der Fraktionsvorsitzender der SPD, der Herr  Richter begrüßte, dass OB Seggewiß das Thema als Dringlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt hatte, weil alleine die „Kurzfristigkeit“ ihn schon in Erstaunen gesetzt habe. Er meinte, dass in der Oberpfalz 1000 Flüchtlinge untergebracht werden müssten, aber Weiden erfülle davon bereits die ihr zustehende dreifache Quote.

Das ist natürlich alles Quatsch, andere Orte nehmen oft sehr viel  mehr Flüchtlinge auf und machen kein so ein Spektakel daraus, vielmehr sollten wir uns die Frage stellen, wie sich gutsituierte Menschen, sich so emotional in Szene setzen, um schmerzliche leibhaftige (Selbst) Betroffenheit zu zelebrieren, in der sie sich die Stadtoberen als Hauptbetroffene sehen und die Verarmung der Stadt (Haushaltsnotlage usw.) leidvoll in weinerlichen Ton sich Selbst und die Stadt beklagen.
Hier zeigt  viel mehr, das  bei basisnahen „Linken“ sich schnell der Aspekt des gesunden Volksempfinden durchsetz, das schon mal den da oben (Regierungspräsidentin  Frau Brigitta Brunner) die Meinung geigt und was dabei rauskommt kann  jeder Humanist und jede Humanistin  sich ja vorstellen, die Entsolidarisierung zu den Menschen der Flucht und Wanderung findet sich ein und wird wie in diesen Fall zur öffentlichkeitsnahen Randale  - als Abwehrbereitschaft per Akklamation in einen Protestschreiben manifestiert.

Gerade Andreas Wutzlhofer Bürgermeister von Vohenstrauß und immerhin CSU – Mitglied,  zeigt das es auch anders geht,  seine solidarischen Aussagen zu den Flüchtlingen sind eine der wenigen Hoffnungsvollen Ereignisse in diesem Jahr (3). Ansonsten zeigt der Arbeitskreis Asyl Weiden mit seiner Flüchtlingssolidarischen Arbeit und das schon über Jahre, beispielhaft seine humanistischen Möglichkeiten immer wieder an.

Antifagruppe Weiden Neustadt

PS:
Mehr menschliche Achtung für Migranten und Flüchtlinge hat Papst Benedikt XVI. gefordert. Es gehe nicht um Nummern und Zahlen, sondern um Männer und Frauen, um Kinder, Jugendliche und Alte, die einen Ort suchten, wo sie in Frieden leben könnten, betonte der Papst am Sonntag aus Anlass des katholischen Weltflüchtlingstages 2012 auf dem Petersplatz.

Benedikt XVI. -  der zwar in seinen engen Grenzen der Katholischen Lehre, sich der Neuevangelisierung verpflichtet fühlt, aber wen es darauf ankommt, zeigt der Humanist Benedikt, sich sehr wohl solidarisch mit den Flüchtlingen und MigrantInnen.

In der ersten Wahrnehmung zeigt sich die Traurige Wirklichkeit, aber es gibt Hoffnung.
Wir hoffen, dass sich die Sozialdemokraten, an ihren humanistischen Möglichkeiten erinnern und diese Hoffnung ist nicht unbegründet. Zahlreiche Sozialdemokraten haben dem Asylkompromiss nicht zugestimmt (4). OB Seggewiß hat sich immer wieder gegen rechtsextreme Schurken zur Wehr gesetzt, seine Unterstützung der Initiative Weiden ist Bunt ist ein guter Anfang, seien wir also guten Mutes.
Das Bleiberecht für Flüchtlinge und MigrantInnen ist machbar.

Anhang
(1)
Das Asylrecht für politisch Verfolgte ist in Deutschland ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht. Die Änderung des Art. 16a GG im Jahr 1993 („Asylkompromiss“) schränkte es erheblich ein: insbesondere können sich Ausländer, welche über einen Staat der Europäischen Gemeinschaften oder einen sonstigen sicheren Drittstaat einreisen, nicht auf das Asylrecht berufen. Die Anerkennungsquote nach Art. 16a GG ist entsprechend gering.
Asylkompromiss nennt man die durch den Deutschen Bundestag am 6. Dezember 1992 beschlossene Neuregelung des Asylrechtes unter der Regierung des vierten Kabinetts Helmut Kohl durch die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP und mit Zustimmung der (für die verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit im Bundestag erforderlichen) von Björn Engholm als Parteivorsitzendem und Hans-Ulrich Klose als Fraktionsvorsitzendem geführten SPD-Opposition [Wikipedia] Am 26. Mai !993 stimmte der 12 deutsche Bundestag die Einschränkung des Asylrechts zu. Anm.


(2)
(4)
Es ist davon auszugehen, dass etwa 100 Sozialdemokraten, die Einschränkung des Asylrechtes nicht zustimmten.

Samstag, 5. Mai 2012

Katholikentag in Mannheim

Wir wollen in diesen Tagen darauf hinweisen, dass die katholischen Milieus anfangs der 30iger Jahre weitgehend resistent waren gegen die Nationalsozialistische Bewegung, was man von den evangelischen Christen nicht behaupten kann.  

Die Katholiken und ihre Gegnerschaft zum Nazismus hat es sehr wohl gegeben, sie konnten den Totalitarismus der deutschgläubigen Nazis, nicht akzeptieren.

 "1. Katholisches Sozialmilieu und totalitärer Weltanschauungsanspruch

Bildergebnis für vatikan flaggeDie Erfahrungen des Kulturkampfes (1) prägten das Denken und  Bild in Originalgröße anzeigen  Verhalten vieler Katholiken bis in die Weimarer Republik und das Dritte Reich hinein. Als von der Gemeinschaft der Nation ausgegrenzte und bekämpfte Minderheit bildeten sie innerhalb des preußisch / protestantischen Deutschen Reiches eine weitgehend geschlossene Sondergesellschaft. Die katholische Kirche bot mit ihrem fest gefügten Werte- und Normensystem die primäre Orientierung in der Lebenspraxis. Die Gläubigen fühlten sich von einer tief verwurzelten, den Alltag umspannenden Frömmigkeit getragen; ein dichtes Geflecht katholischer Schulen, Vereine und Presseorgane prägte Zeiterfahrung und Lebensstil der Kinder und Jugendlichen ebenso wie der Erwachsenen.Auch fühlten sich die Katholiken stark mit Rom verbunden. Die Distanz zu Preußen war Teil der Lebenswirklichkeit.
Die starke Bindung der Katholiken an ihre Lebens- und Gemeinschaftsformen wirkte sich auch bei den Reichstagswahlen der Weimarer Republik aus. Bezogen auf die Wohnbevölkerung erreichten die Katholiken 1933 einen Anteil von 32,5 %. Auf die politischen Parteien der Katholiken - das Zentrum und die BVP - entfielen bei den Reichstagswahlen zusammen zwischen 18 % (1920) und 13,9 % (1933) der abgegebenen Stimmen. Das Wahlverhalten der katholischen Bevölkerung zeigt auch für die Reichstagswahlen vom März 1933, die schon unter dem Druck der neuen nationalsozialistischen Machthaber stattfanden, dass den Nationalsozialisten in den überwiegend katholischen Gebieten des Deutschen Reiches der politische Durchbruch versagt blieb. Im Emsland, Regierungsbezirk Osnabrück, Kreis Hümmling, in den rheinländischen Wahlkreisen Köln - Aachen und  Koblenz – Trier, der Rhön, in Unterfranken, in der Oberpfalz ( 2), im Eichsfeld und in den meisten Landkreisen des Ermland’s  waren das Zentrum oder die Bayerische Volkspartei die stärksten Parteien. Die eindringlichen Warnungen vor dem Nationalsozialismus, die die deutschen Bischöfe seit 1930 verschiedentlich ausgesprochen hatten, wirkten hierbei als eine hilfreiche Stütze.  Das trifft aber nicht auf alle katholische Gebiete zu  z. B. der Großraum München bzw. Ober und Niederbayern hier verfehlten die Warnungen der Bischöfe ihre Wirkung. München wurde von den Nationalsozialisten zur Hauptstadt der Bewegung erkoren in der sich auch manch Bischofsferne nahprotestantischer Katholik sein führendes und brutales Unwesen trieb.
Im Zentrum der nationalsozialistischen Ideologie standen der Kampf um die Vorherrschaft der „arischen Herrenrasse“, die als antibolschewistischer Kreuzzug propagierte Eroberung von „Lebensraum“ im Osten und die Vernichtung des Judentums. Diese Ziele waren nur mit dem „neuen“, im nationalsozialistischen Geist erzogenen Menschen zu erreichen, der frei sein musste von der „jüdischen Mitleidsmoral“ des Christentums. Für konkurrierende Ansprüche auf Weltdeutungs- und Sinngebungskompetenz - seien sie religiöser Art wie bei Christen und Juden oder weltanschaulicher Art wie bei den Kommunisten - war kein Platz. Nach der „Machtergreifung“ am 30. Januar 1933 avancierte diese Ideologie zur Staatsdoktrin. Trotz des für das nationalsozialistische Herrschaftssystem kennzeichnenden Machtdualismus zwischen Partei und Staat sowie regionaler Unterschiede in der nationalsozialistischen Herrschaftspraxis haben Hitler und seine Gefolgsleute nie einen Zweifel daran gelassen, den totalitären Weltanschauungsanspruch auch machtpolitisch durchzusetzen (3)."

Trotz dieser oppositionellen Haltung der römischen katholischen Kirchenoberen gegen die Weltanschauung des Nationalsozialismus, hat man bald den widerständigen Geist eingestellt und sich mit den Nazismus arrangiert. Das Reichskonkordat zwischen den 3.Reich und den Vatikan ist nur ein Beispiel dafür. [Mit der Zustimmung zu dem Ermächtigungsgesetz kapitulierte der politische Katholizismus schon am 24. März 1933 endgültig vor dem Nazismus (3b). ] Fairer weise muss man aber eben auch erwähnen, dass die päpstliche Enzyklika mit brennender Sorge wiederum eine deutliche Gegnerschaft zum Nationalsozialismus erkennen lässt. In ihr wird auch eine antirassistische und solidarische Aussage zu den Juden sichtbar. 

„Ablehnung eines pantheistischen und völkischen Gottesbegriffes

9 Habet acht, Ehrwürdige Brüder, dass vor allem der Gottesglaube, die erste und unersetzbare Grundlage jeder Religion, in deutschen Landen rein und unverfälscht erhalten bleibe. Gottgläubig ist nicht, wer das Wort Gottes rednerisch gebraucht, sondern nur, wer mit diesem hehren Wort den wahren und würdigen Gottesbegriff verbindet.
10 Wer in pantheistischer Verschwommenheit Gott mit dem Weltall gleich setzt, Gott in der Welt verweltlicht und die Welt in Gott vergöttlicht, gehört nicht zu den Gottgläubigen.
11 Wer nach angeblich altgermanisch-vorchristlicher Vorstellung das düstere unpersönliche Schicksal an die Stelle des persönlichen Gottes rückt, leugnet Gottes Weisheit und Vorsehung, die „kraftvoll und gütig von einem Ende der Welt zum anderen waltet“ und alles zum guten Ende leitet. Ein solcher kann nicht beanspruchen, zu den Gottgläubigen gerechnet zu werden.
12 Wer die Rasse, oder das Volk, oder den Staat, oder die Staatsform, die Träger der Staatsgewalt oder andere Grundwerte menschlicher Gemeinschaftsgestaltung – die innerhalb der irdischen Ordnung einen wesentlichen und ehrengebietenden Platz behaupten – aus dieser ihrer irdischen Wertskala herauslöst, sie zur höchsten Norm aller, auch der religiösen Werte macht und sie mit Götzenkult vergöttert, der verkehrt und fälscht die gottgeschaffene und gottbefohlene Ordnung der Dinge. Ein solcher ist weit von wahrem Gottesglauben und einer solchem Glauben entsprechenden Lebensauffassung entfernt. …

Wert des Alten Testamentes

Wer die biblische Geschichte und die Lehrweisheit des Alten Bundes aus Kirche und Schule verbannt sehen will, lästert das Wort Gottes, lästert den Heilsplan des Allmächtigen, macht enges und beschränktes Menschendenken zum Richter über göttliche Geschichtsplanung (4). „


 Die solidarischen Aussagen zu den Juden hätte man aber vertiefen müssen, die nun folgende Aussage über den Kreuzestod des Gottessohnes ist dann wiederum irritierend  und wirkt entsolidarisierend. Auch wenn am Ende der Textpassage steht, dass der neue Bund alle erhöht. „Er steht verständnislos vor dem Weltdrama des Gottessohnes, welcher der Meintat seiner Kreuziger die hohepriesterliche Gottestat des Erlösertodes entgegensetzte und damit den Alten Bund in dem Neuen Bunde seine Erfüllung, sein Ende und seine Überhöhung finden ließ.“ 
Es wäre besser gewesen man hätte in der Enzyklika von vornherein die Gleichwertigkeit des Alten und Neuen Bundes betont.

Tatsache ist aber auch, dass nach der Veröffentlichung der Enzyklika der Kampf gegen die katholische Kirche wieder weiter ging.

Die Nationalsozialisten wurden von der Verlesung der Enzyklika überrascht, doch sie reagierten schnell: In der Karwoche kam es zu ersten Hausdurchsuchungen und Verhaftungen. Zwölf Druckereien, die am Druck und der Verbreitung der Enzyklika beteiligt gewesen waren, wurden entschädigungslos enteignet. Eine Reihe von Klöstern und Bekenntnisschulen sowie mehrere theologische Fakultäten und Hochschulen mussten schließen.
Am 1. Mai 1937 ging Hitler mit einer deutlichen Drohung an die Kirche, wegen des Dokumentes ein. Er sagt:
,, Wir können nicht dulden, daß diese Autorität, die die Autorität des deutschen Volkes ist, von irgendeiner anderen Stelle angegriffen wird. Das gilt auch für alle Kirchen ... Wenn sie versuchen, durch irgendwelche Maßnahmen, Schreiben, Enzykliken usw. sich Rechte anzumaßen, die nur dem Staat zukommen, werden wir sie zurückdrücken in die ihnen gebührende geistliche-seelsorgerische Tätigkeit."
Schon im  April 1937 kam es auf Initiative Hitlers und Goebbels zu einer neuerlichen Welle von Sittlichkeitsverfahren gegen Priester und Ordensleute, wozu Einzelfälle von der NS-Propaganda zu einer „symptomatischen Erscheinung” aufgebauscht wurden. Der Bevölkerung sollte vermittelt werden, dass die Kirche von der Erziehung der Jugend ausgeschlossen werden müsse, und das Vertrauen in sie untergraben werden. Richtigstellungen waren nur von der Kanzel aus möglich. In der Folge wurden 1937/38 die privaten katholischen Schulen aufgelöst oder vom Staat übernommen. Die Geistlichkeit durfte in Volks- und Berufsschulen keinen Religionsunterricht mehr erteilen.
Darüber hinaus wurden – abgesehen von der Entfernung des Bischofs von Rottenburg Joannes Baptista Sproll aus seiner Diözese – spektakuläre Maßnahmen jedoch vermieden. Der seit 1935 verfolgte Kurs gegen die katholische Presse, die Verbände und Schulen mit dem Ziel der beständigen Zurückdrängung der Kirche aus dem öffentlichen und politischen Leben wurde allerdings beibehalten. Die meisten Organisationen – vor allem die Jugendverbände – wurden bis 1939 aufgelöst, ihre Publikationen verboten und ihr Vermögen konfisziert (5). Selbst Papst Pius XII zeigte mehrmals seine Gegnerschaft zu den deutschen Nationalsozialisten (6).


Wir bemühen uns um eine differenzierte Kritik an die katholische Kirche, Denunzierung und diffamierende Hetze (7) ist nicht unsere Sache. Wir erkennen an, dass viele Katholiken ihre Gegnerschaft zu den Nationalsozialismus zeigten; dies war nicht ungefährlich, viele verloren dabei ihr Leben (8). Die Gruppe akantifa  Mannheim hätte ihre Kritik an den Katholikentag differenzierter darstellen müssen, hat doch schon Heinrich Heine, der zwar mit seiner Kirchkritik nicht zurückhaltend war, jedoch wen es darauf ankam, die römisch katholische Kirche schon mal gegen Martin Luther verteidigte (9).
Es ist natürlich richtig z. B. die sexistischen Gewaltverhältnisse in der Kirche anzuprangern, des weiterem wäre es hilfreich gewesen antisemitische und antichristliche Islamisten, deutschgläubige Neuheiden (10) preußischen Protestanten ebenfalls eindeutig zu verurteilen, dass ist bis jetzt ausgeblieben.  Antifa Mannheim ist soweit wir wissen, für antideutsche Debatten offen, die Art und Weise wie Stephan Grigat von ihnen verteidigt wurde  ist ausgewogen, ja perfekt (11). Es bleibt abzuwarten in wie weit eine differenzierte Sicht auf die katholische Kirche in Antifa – Zusammenhängen möglich ist. 

Nie wieder Nazismus, deutschnationale Identitäten angreifen.
Katholiken der konstruktiven Kritik und Antifa gemeinsam gegen antikatholische Diffamierung.

Geschichtliches Fazit: Das Leben der Katholiken in den deutschen Landen ist vielfältig und hat unterschiedliche kulturelle Ausprägungen, das Rheinland ist halt irgendwie anders als Bayern, jedoch ist mit der Bildung des Deutschen Reiches unter Preußens Führung und der sich bald abzeichnende Kulturkampfes  - die damalige Option für die Katholiken vorgegeben, entweder ihr integriert euch voll und ganz in das Reichsgefüge, das heißt der politische Katholizismus hatte nur eine marginal regionale Bedeutung und das religiöse Leben wird durch den preußisch deutschen Staat eingeschränkt. 

 Der Kulturkampf trug zur Trennung von Kirche und Staat bei. Die Trennung von Kirche und Staat ist also ein Gewaltakt von oben und kein revolutionärer Emanzipation Vorgang von unten. Mit der Weimarer Reichsverfassung bekam dann das Verhältnis von Kirche und Staat seine bis heute geltende Fassung. Es ist schwierig abzuschätzen, inwieweit der Kulturkampf das politische Klima noch im 20. Jahrhundert verändert hat; Zentrumspolitiker waren von den entscheidenden Machtpositionen weitgehend ausgeschlossen, die Reichskanzler hatten meist eine deutschnationale Grundeinstellung und mussten die Wünsche des preußisch protestantischen Kaisers nach Deutschlands Größe aufs untertänigste zustimmen. Katholiken konnten sich vor allem bis 1918 als Bürger zweiter Klasse empfinden

.
In der heutigen Zeit in der der Individualismus für viele eine alternative zur Religion darstellt, hat die katholische Religion massiv an Einfluss verloren, wer was anderes behauptet, muss sich gefallen lassen, dass er ein fanatischer Kirchenkritiker bleiben will, also ein Rolle einnimmt die dann aber auch zu ihm passt.

Antifagruppe Weiden Neustadt

PS: Zitat Bahamas. Der Papst wird von seiner Affirmation ausschließlich heterosexueller Zweisamkeit ohne Verhütung nicht abzubringen sein – das trennt die Redaktion von ihm grundsätzlich. Dass er aber die Kondom-Werbekampagnen abgehalfterter Popstars wie Wolfgang Niedecken und Bono verabscheut und die Humanisierung der Sexualität fordert, dass der alte Universalist in den engen Grenzen der katholischen Lehre so viel weiter denken kann, als protestantische Kulturschaffende und Herausgeber, das ist es, was die Bahamas so katholisch macht.
gut das es die Bahamas gibt.

Anhang
(2) https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/jcsw/article/viewFile/579/551
 Die Wahlergebnisse zeigen eindeutig, dass die BVP bei der Reichstagswahl in der Oberpfalz  am 5. März 1933 die stärkste Partei war.
Wir haben die Regionen in der die Parteien des politischen Katholizismus (BVP und das Zentrum) die stärkste Parteien waren genauer dargestellt, wir hoffen, dass die Leute von  kath.de uns das nicht Übel nehmen.
(3b)  http://de.wikipedia.org/wiki/Erm%C3%A4chtigungsgesetz

http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_M%C3%A4rtyrer
http://www.spd-soe.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=742&tx_ttnews[backPid]=32&cHash=e29f6d1eb6

(9)http://www.digbib.org/Heinrich_Heine_1797/Zur_Geschichte_der_Religion_und_Philosophie_in_Deutschland?k=Erstes+Buch
 Dem Antikatholizismus geht es längst nur noch um Die Beseitigung der Opposition des Gewissens. Justus Wertmüller über den Zusammenhang von Missbrauchsdebatte, Katholikenbashing und Staatsvergottung.
Weiter Info dazu
Der Katholikentag in Mannheim ist vom 16 – 20 Mai 2012

Weiter Info Nachtrag: 9 .10. 2013


Dienstag, 10. April 2012

Grass fanatisch

 
Ein deutsches Opfer, wird radikal antisemitisch und keiner will es gemerkt haben.

Die Empörung in Deutschland und in Israel ist groß. Mit seiner vor aller Welt veröffentlichten Prosa Entblößung (1) hat der deutsche Nationalheld und Literaturnobelpreisträger Günther Grass eine abscheuliche, antisemitische, linksdeutsche These abgegeben, das allein der Gangleader der Bundesregierung als „Kunstwerk“ empfindet.

Grass hat mit einer beispiellosen Agitpropaktion, getarnt als lyrisches Gedicht jedoch für jeden sichtbar,  plumpe Fakten auf den Kopf gestellt oder ignoriert und Israel zur „Gefahr für den Weltfrieden“ gekürt. In der Jugend des gealterten Nationaldichters, als er der SS beigetreten war, wurde das „Weltjudentum“ als Gefahr für den Weltfrieden ausgemacht, mit der Konsequenz, dass die Juden vernichtet wurden. [1b]

Das fanatisch deutsche Wesen mit Weltgeltungsanspruch Gunther Grass beschreibt nun in einer „kann Analyse“, dass es Israel ist, das das iranische Volk auslöschen will.
Wie gemein und niederträchtig das ist, dass der unbedingte und  bedingungslose Grass sich damit im Geiste vertieft und mit letzter Tinte an seinen Lebensabend salbungsvoll verkündet, wer der "Menschenfeind" ist. Grass der Fanatiker, er konnte sich nicht mehr zurückhalten, er musste als erster zuschlagen, diffamieren um danach zu schreien, das er nach der ganzen Kritik auch ein Opfer ist. Grass vergrübelt sich dabei wieder und wieder in seine  eigene antisemitische Marschroute, die er zum ersten Mal als 17 Jähriger Soldat der Waffen SS erleben durfte. Doch das von ihm erhoffte, als Steigerung der antizionistischen Aggression in eine Aufbruchstimmung für alle -  auch noch den letzten und  liberalsten Israelkritiker mit zureisen, bewirkte erstmal jedoch das genaue Gegenteil. Gerade jene  in  den deutschen Landen, die nicht aufhören wollen, klar abgesteckte Grenzen des Antisemitismus mit „legitimer Israelkritik“ zu formulieren, blicken sich jetzt irritiert an. Ihre gut gemeinte "Israelkritik" mutiert zu antisemitischen Hasspampflets auch wenn manche dabei noch relativieren wollen (2).
Nach all der Kritik, die in den letzten Tagen Grass nun erreicht hat, fängt er nun an zurück zurudern und meint nicht mehr Israel, sondern die israelische Regierung. Dieses zurückrudern geht natürlich einher mit Vorwürfen an die Medien (Günther Grass meint damit die üblen Vorwürfen des Antisemitismus in tief erschüttern und beleidigen.). Im zurückrudern führt er aber weiter seine Attacken, um jetzt die israelische Regierung anzugreifen, er benimmt sich dabei wie ein wilder Kämpfer jede Option des taktischen Wortkrieges ist im gut genug – welch  Fanatismus.

Dabei wird Israel äußerst massive vom iranischen Regime bedroht und genau diese Tatsache wird von den Nationalpazifisten (3), Grass selbst und seinen Fans ignoriert.
Das Israel Teile des Westjordanlandes weiterhin besetzt hält, ist logisch, eine gewisse strategische Tiefe in den palästinensischen Gebieten zu halten, ist eben notwendig, weil Israel muss sich effektiv verteidigen können, für Israel gilt es, die eventuell anfliegende Atomraketen des Iran, vom Westjordanland aus schon abzufangen.
Das die SPD mit Günter Grass doch nicht brechen will, spricht auch nicht für diese und das er auch noch den Nobelpreis (4) behalten darf, wird den Beiden besonders freuen; wer hätte noch vor ein paar Tagen gedacht, das sich nun eine informelle Verteidigungsallianz um Grass bildet um jeden Antisemitismus Vorwurf  zurück zuweisen.

Das Einreiseverbot für Grass, ist das mindeste was Israel machen musste. Grass aufhalten, damit Israel leben kann. Denn Antifa heißt gegen jeden Antisemitismus kämpfen.


Antifagruppe Weiden Neustadt

PS: „Das Nationalsymbol Grass hat bewiesen, mit welcher Leichtigkeit die Grenzen des guten Geschmacks und der Moral überschritten sind. So könnte sein „Gedicht“ zum Lehrstück für jene werden, die wie Grass vermeintlich keine Antisemiten sind, aber gedankenlos mit dem kompletten Arsenal des klassischen Antisemitismus gegen Israel hetzen, es dämonisieren und seine Vernichtung in Kauf nehmen oder gar herbeiwünschen (5)“


 (1)

(2)
(3)

(4)

(5) [1b]

Weitere Links

Donnerstag, 29. März 2012

Solidarität mit den Asylbewerbern


Viel Unterstützung erfuhren die seit kurzem in Waldau untergebrachten Asylbewerber, damit zeigen die einheimischen Menschen ihre jüdischchristliche,  katholische und humanistische Grundhaltung an und die ist in der Nächstenliebe (1) begründet, denn ein jeder Mensch ist dein Nächster auch der Fremde.

Die Menschen in der Oberpfalz, sind im allgemeinen zutiefst geprägt, von solchen humanistischen Werten. Noch vor ein paar Tagen waren wir skeptisch (2), aber die jetzige Entwicklung zeigt (3), dass der Mensch die humanistische Hoffnung nie aufgeben darf.
Zwar versuchen einige einschlägig bekannte neuheidnische Nazischurken mit ihren völkischen Rassismus, Hass und Zwietracht zwischen den Menschen zu schüren, aber sie werden damit scheitern.
Denn die Hilfsbereitschaft von Nachbarn aus dem Ortsteil und der Umgebung sprechen eine ganz andere Sprache.

„Viele Waldauer und Vohenstraußer brachten am Samstag Fernsehen, Fahrräder, Kleidung Schuhe und Spielsachen, um den Asylbewerbern den Neustart etwas zu erleichtern. Die im alten Schulhaus untergebrachten Familien nahmen die Sachen dankbar an.

Tasse Kaffe als Dank

Besonders die Kinder der Neuankömmlinge strahlten über das ganze Gesicht und dankten den Spendern überschwänglich. Mit der Einladung auf ein Tasse Kaffe versuchten die Flüchtlinge, ihrem Dank Ausdruck zu verleihen und vielleicht erste Kontakte mit der Bevölkerung zu knüpfen. Trotz der Sprachbarrieren  verliefen die ersten Begegnungen herzlich.

Am Dienstag begrüßte auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer die Neuankömmlinge. Er unterstrich dass alle Familien herzlich willkommen seien. Auch das Stadtoberhaupt sagte spontan seine Unterstützung zu. Zwei Familienväter werden den städtischen Bauhof unterstützen, um nicht ganz auf die finanziellen Hilfen des Staates angewiesen zu sein (4)“.

Der CSU Bürgermeister stellt sich mit einer weiteren solidarischen Aussage zu den Asylbewerbern.

„Es sind Bürger, es sind Menschen, die ein Recht auf persönliche Freiheit haben. Wenn sie in ihrem Land nicht in Recht und Freiheit leben können oder politisch verfolgt werden und Unruhen haben, dürfen sie um Asyl bitten.“  (4)

Die menschliche Geschichte kennt viele Wege der Solidarität, es gibt viele ermutigende Signale der Verständigung. Dass Menschen immer wieder auf die Lage der Flüchtlinge aufmerksam machen und so für ein allgemeines Verständnis für die Flüchtlingssituation z. B.  in Weiden und den Landkreis Neustadt werben, zeigt das der Mensch im wesentlichen ein humanistisches und soziales Wesen ist. Heute kann man feststellen, dass die bürgerliche und demokratische Zivilisation, ein wesentlicher Bestandteil des solidarischen Miteinanders ist.  


Endlich mal ein positiver Artikel im neuen Tag, ein wirklich hoffnungsvolles Zeichen gegen den Nazismus. Hoffen wir, dass die Flüchtlinge bald ein Bleiberecht bekommen.



Antifagruppe Weiden Neustadt


PS:
Wir wollten mit unseren flüchtlingssolidarischen Text, mal die hoffnungsvolle Seite der humanistischen Möglichkeiten darstellen. Das das Leben der Flüchtlinge und MigrantInnen nicht leicht ist, ist uns klar. Die Aussage von Pro Asyl zu Abschiebefällen sind dazu erschütternd.
„Die Menschen werden aufgegriffen und inhaftiert. Auf ein faires Asylverfahren warten die Betroffenen vergeblich. Dann schiebt man sie gemäß der europäischen Dublin-II-Zuständigkeitsverordnung wieder in das Land ihrer Einreise in die EU ab. Nach schweren Strapazen und einer Kette von Abschiebungen finden sich viele Flüchtlinge in einer völlig hoffnungslosen Situation wieder, in der ihnen keinerlei Rechte auf Schutz gewährt werden (5).“



Anhang.


(1)


(2)

(3)

(4)
Seite 24  Nummer 74  Kreisseite Mittwoch, 28 März 2012. DER NEUE TAG. EB


(5)

Sonntag, 25. März 2012

Gegen jeden Antisemitismus


Man könnte meinen, dass Antifa gegen jeden Antisemitismus kämpft, doch wo sich antiimperialistische Wahnbilder, die eigene Bedeutungslosigkeit verwischt, wird schnell klar, das es für diese andere Prioritäten gibt und die liegen eben nicht im Antifaschismus begründet. Dass soll heißen, dass mancher bürgerliche Demokrat mehr Antifa ist, als manch linksbewegter Schönredner, Islamistenversteher und Palästinafreund (1).

Die höchsten Repräsentanten der jüdischen und muslimischen Gemeinden Frankreichs traten aus dem Élysée-Palast, in das sie Staatschef Nicolas Sarkozy geladen hatte, umarmten sich, nannten einander „Brüder und Schwestern“ und verkündeten einen gemeinsamen Trauermarsch für Sonntag. Das war am Dienstag den 20. März 2012, dass hätte ein historischer Tag der Versöhnung werden können, als Mensch noch dachte ein klassischer Rechtsradikaler sei der Täter gewesen, der Juden, Muslime und Schwarze gleichermaßen wegen ihrer vorgeblichen Andersartigkeit Jagd machen würde, wer konnte ahnen das der Massenmörder ein Sympathisant der Al Kaida ist.

Der Terrorist

Die Morde des radikalislamistischen Terroristen Mohamed Merah in Toulouse haben antisemitische Motive, in seiner Begründung gab er an, die Kinder Palästinas zu rächen. Das Schicksal von „Palästina“ liegt also ihm am Herzen. In seiner religiösen Engstirnigkeit sieht er die wirklichen Verhältnisse natürlich nicht, die kinderfeindliche Indoktrination der islamfaschistischen Hamas (2); die sich in all seinen Einzelheiten zutiefst antisemitisch ausprägt -  solche Gewaltvorstellung ist nicht zu unterschätzen. Dabei dürfte es für alle, die sich der Aufklärung und Emanzipation verpflichtet fühlen eines vollkommen klar sein, dass die Hamas eine rechtsradikale Ideologie vertritt. Er selbst ist als Terrorist und Islamfaschist der agitatorische Indoktrinator, der mit seinem antisemitischen Morden, die neue weltweite Bewegung der islamistischen Uma antreibt. Er steht dabei in der gefährlichen Tradition, wie der des Nazifreundes Mohammed Amin al Hussein, der in seiner Eigenschaft als Großmufti von Jerusalem, den antisemitischen Kampf gegen die jüdische Bevölkerung im damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina führte und den Holocaust unterstützte (3).
 Die Kinder „Palästinas“ müssen vor der Hamas beschützen werden, in Israel können arabische Kinder und Frauen viel Selbstbestimmter Leben als in Gaza, diesen Punkt mal zu erörtern, wäre hilfreich. Den die Kinder „Palästinas“ sind in erster Linie Opfer der islamistischen Hamas, jedoch werden die Verhältnisse von den Terroristen umgedreht, dass heißt Opfer und Täter miteinander vertauscht, weil man sich permanent in der Opferrolle sieht und die zivilisierte Welt als Bedrohung erlebt, wird der Selbstmitleider zum unbarmherzigen Terroristen.

Der Terrorist sieht sich nur selbst als Opfer und überzieht als erbarmungloser Tugendwächter, die anderen mit Schuldvorwürfen, dass können Muslime sein, die sich mit den Westen beziehungsnah arrangieren  und z. B. in der Armee Frankreichs ihren Dienst nachgehen oder eben jüdische Kinder die in die Schule gehen. Mohamed Merah ist eine Person die schon sehr früh jede vernünftige Beziehung zur westlichen Zivilisation und moderaten Muslimen ablehnte. 
 „Mohamed Merah wurde vor 23 Jahren in einer algerischen Familie in Toulouse geboren. Als 14 Jähriger rutschte er in jene Art von Gelegenheitskriminalität, die in städtischen Randsiedlungen nicht extrem auffällig ist. Der feingliedrige, akrobatisch talentierte Motorrad-Fan, der Freunde verblüffte, indem er auf der Lenkstange stehend fuhr, stahl Mopeds und handelte mit dem Diebesgut. Schließlich kam Gewaltanwendung dazu, als er einer Bankkundin die Handtasche entriss. Nach 15 Verurteilungen gewährte die Justiz keinen Aufschub mehr, und Merah musste 18 Monate Haft antreten. In Frankreichs Gefängnissen geben Islamisten oft unter den Häftlingen den Ton an.
Vorwürfe an die Mutter
Jedenfalls schien Merah nach der Haft auch seinem Anwalt verändert: „Er entwickelte einen Hass auf die Gesellschaft und verfiel in religiösen Wahn“. Trotzdem bewarb sich Merah bei Frankreichs Bodenarmee, wurde aber wegen seines Vorstrafenregisters abgelehnt. In diese Zeit fallen auch Episoden, über die ehemalige Nachbarn aus der Sozialbausiedlung, in der er aufwuchs, berichten: Eine Frau, selber Muslima, behauptet, Merah habe sie als „Ungläubige“ beschimpft, sie und ihre Kinder geschlagen, mit dem Tod bedroht. Der Anlass: Merah, das berichten auch andere Zeugen, lockte Kinder in ein Auto, um ihnen „grauenhafte Videos mit Kriegsszenen und Enthauptungen vorzuspielen“. Auch seiner Mutter, Alleinerzieherin dreier Kinder und stets mit Kopftuch bedeckt, warf er „westlichen Lebensstil“ vor, und dass sie „ohne einen Mann“ lebe – der Vater hatte die Familie verlassen (4)“.

Zusammenfassend kann Mensch sagen, der selbsternannte Al Kaida Kämpfer terrorisiert mit radikalislamischen Anschauungen, seine unmittelbare Umgebung, die zudem selbst Muslime sind, er wirft ihnen Verrat am Islam vor und droht schon mal Tod und Verderben („Ehrenmorde“). So sind also oft  Muslime, die sich mit der Zivilisation des Westens assoziiert haben und ihren Islam auch als moderate und humane Anschauung erleben, die ersten Opfer des Dschihadismus. Nach dem dieser Terror die erste Frontlinie überschritte hatte erreicht der Schrecken andere Bevölkerungsteile und das sind meist die Juden oder wie in Nigeria Christen.
„Aber Frankreich laboriert nun mal an einer hohen Zahl von Übergriffen von Jugendlichen aus muslimischen Familien gegen Juden. Vergleichsweise haben Juden in ihrem Alltag schon lange nicht mehr nur rechtsradikale Grüppchen zu fürchten, von denen es in Frankreich nur verschwindend wenige gibt – es sei denn man rechnet das politische Umfeld des franko-afrikanischen Bühnenkünstlers Dieudonné M’bala M’bala, einem anti-jüdischen Hetzer der übelsten Sorte, der über eine gewisse Anhängerschaft in Migrantenvierteln verfügt, zur rechtsextremen Szene (5)“
  Bei einer Serie von Anschläge auf Kirchen in Nigeria am 25. Dezember 2011 wurden am ersten Weihnachtstag 2011, im nördlichen Nigeria mindestens 39 Menschen getöte und Dutzende weitere verletzt. Die islamistische Gruppe Boko Haram bekannte sich zu den Anschlägen in Madalla, Jos, Gadaka, und Damaturu (6)

 Die Antifa muss gegen jeden Antisemitismus kämpfen. Ein Antisemitismus der sich islamistisch definiert muss ebenfalls bekämpft werden, jedoch die allermeisten „Antifas“ die zudem noch antiimperialistisch ausgerichteten sind, tun das nicht. Die meisten schweigen und sind wegen ihrer antiimperialistische Verirrungen dazu gar nicht in der Lage. Solch eine „Antifa“ (1) ist keine Antifa. „Die Vermutung, dass diese Linke keinen Beitrag zur gesellschaftlichen Emanzipation, sondern zur allgemeinen Regression leisten werde, hat sich allerdings nicht in erster Linie angesichts linkspatriotischer Aufmärsche bewahrheitet. Sie bestätigt sich insbesondere an der Unfähigkeit der überwiegenden Mehrheit dieser Linken, ein adäquates Verständnis des Zionismus und eine Kritik des islamischen Jihadismus zu formulieren – und nicht zuletzt an ihrem abgehalfterten Antifaschismus, der sich in Beschwörungen einer braunen Gefahr gefällt, aber keinen Finger rührt, wenn etwa im April 2010 der Eröffnungsredner der Teheraner ­Holocaust-Leugner-Konferenz, der damalige iranische Außenminister Manouchehr Mottaki, von seinem österreichischen Amtskollegen im Wiener Außenministerium offiziell empfangen wird, oder wenn der deutsche Außenminister Ende 2011 seinen iranischen Amtskollegen, den ehemaligen Chef des iranischen Atomprogramms, Ali Akbar Salehi, zu Gesprächen begrüßt (7)“.

Gegen jeden Antisemitismus, wer antisemitisch agitiert ist ein Verbrecher und muss belangt werden dürfen. Hohe Gefängnisstrafen könnten ein vernünftiger Maßstab sein.
Das Antifa und moderate Muslime gegen jeden Antisemitismus kämpfen müssen, sollte jeden Menschen klar sein. Zudem ist es notwendig sich mit den Christen in Nigeria solidarisch zu erklären. Die antichristlichen Anschläge sind zu verurteilen.

Antifagruppe Weiden Neustadt

PS: Die Solidarität zu den Juden und Israel war für eine Antifaschistin wie Beate Klarsfeld immer notwendige Grundvoraussetzung. Muslime die sich vor autoritären islamistischen Glaubenvorstellungen verabschieden und eben gegen jeden Antisemitismus und Nazismus kämpfen, gilt es zu unterstützen.                           



Anhang.

(1)

http://www.akweb.de/ak_s/ak552/31.htm


 (2)
 http://jungle-world.com/artikel/2010/31/41448.html

(3)


(4)

(5)
http://www.hagalil.com/archiv/2012/03/22/heikle-koexistenz/

(6)
 http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_auf_Kirchen_in_Nigeria_2011

 (7)