Mittwoch, 11. Juli 2012

Solidarität mit den Flüchtlingen aus dem Iran.


Seit Mitte März ist eine Gruppe iranischer Flüchtlinge in Würzburg mit kleineren Unterbrechungen im Hungerstreik. Sie kämpfen gegen Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Abschiebung und für ein Bleiberecht (1)
Dass der Aufstand der iranischen Flüchtlinge gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen notwendig ist, kann jeder Mensch verstehen. Die Flüchtlinge nehmen mit ihren Aufstand ihr Schicksal selbst in die Hand, sie wollen nicht mehr Teil einer formbaren Masse sein, sonder als Individuen selbstbestimmt Leben und Handeln

Am Freitag den 29.06. geht der Protest der Würzburger Flüchtlinge  in den 104. Protesttag. Der Aufruf zur Solidaritätskundgebung für die iranischen Flüchtlinge in Würzburg ist ein Hoffnungsvolles Zeichen. Mittlerweile haben die Flüchtlinge aus Verzweiflung über ihre Situation und die Ignoranz der zuständigen Stellen einige den Mund zugenäht und am 27.06. verschärften zwei der Flüchtlinge ihren Hungerstreik und verweigern nun auch die Zunahme von Wasser, dadurch wird sich ihre gesundheitliche Situation in kürzester Zeit drastisch verschlechtern. Immer wieder bekommen sie von den örtlichen Behörden Steine in den Weg gelegt um ihren Protest zu verhindern und zu kriminalisieren (2)

Nun droht neues Unbehagen, nicht nur durch den Staat und seinen Beamten und Beamtinnen , die doch zu gerne auch Menschen in Not abschieben (Antifreiheitliche Haltung der StaatsdienerInnen zu solchen Fragen ist mittlerweile jeden Menschen bekannt 2b); sondern die nationalpolitische Internetkampagne Politically Incorrekt (PI) betritt  das Mediale - Forum der („ihren“)  Welt, mit wirren Kampfgebaren eröffnet sie die Neiddebatte und ihre Anhänger fordern sogleich in Kommentaren die Abschiebung (3). Die rechtspopulistische Agitation Politically Incorrekt will dabei immer nur ein Meinungsführer in Sachen Entsolidarisierung und Abschiebung sein. Pi ist bekannt dafür sich als pro - westlich zu bezeichnen, aber mit westlichem Humanismus hat das ganze natürlich nichts zu tun. Ihre Art der unsachlichen Propaganda ist eben der Teil einer migrantInnenfeindlichen Szene, in der sich die verschiedensten Popularen treffen und manchmal ist das Konstrukt so angelegt das sich Rechts- und Linkspopulisten begegnen können. Hier entlarven sich die Gewalttäter von selbst, ein rechtpopulistischer Kommentator verweißt dabei auf die nationalbolschewistische Zeitschrift Compakt - Magazin von Jürgen Elsässer (3b) und gibt dabei den Kurs vor  - in ein neues inhumanes Zeitalter wilder Nerds mit zugespitzten Identitäten, Sozialneid und gelebten Wahnsinn.

Diese Art von Krawalljournalismus hat zwar für PRO NRW und PI  keinen Erfolg gebracht, wie ähnliche  Kampagnen es schon gezeigten haben, die Wahl in NRW war für die Rechtspopulisten mit grade mal 1.5% eine Katastrophe und die rechtsextremen Nazis erreichten mit grade mal 0,5% nicht mehr das nahende Ufer. Trotzdem wirkt die Kampagne der 2 % Faschos, der Staat wird aufgefordert den Mehrheitswillen der Bevölkerung nach Entsolidarisierung und Abschiebung zu vollziehen und der Staat kommt den Rechten immer wieder in solchen Fragen entgegen.
Die Volksinitiative (VI) von Jürgen Elsässer (4) ist eher Phantom als Realität aber trotzdem nicht passe, in ihren nah - verschiedenen (VI, PI) Egoeispanzern glauben sie sich umzingelt und sind dabei das was sie sind, wilde Nerds und Computerautisten. Mal eine öffentliche Person in einen Umfeld von hundert Mann sein, dass würde ihnen so passen, denn  am Ende der Kampagne zieht es sie wieder zu ihren Computer, der für sie zur ersten Liebe geworden ist,  -  wenn aber einer mal ausbricht und gewaltätige Absichten Zielgerichtet entwickelt, wird’s gefährlich und unverschämd. Der eine gibt Amadinedschad die Hand, der andere (Herrn Sturzenberger Freiheit Bayern) glaubt, dass es keine moderaten Muslime oder  islamkritische Linke gibt (5).  Die Ideologien dieser Herrschaften wirken zwar zusammengeschustert und austauschbar. Aber solch Irrationalität kann gerade für labile Personen anziehend wirken, also seien wir auf der Hut.

Das die iranischen Flüchtlinge vor einem antiwestlichen, antisemitischen, antiamerikanischen und islamistischen Regime fliehen, kommt den allgemeinen Rechtspopulisten nicht in den Sinn.
Die Bedrohung durch PI ist ernst zunehmen, in der Vergangenheit verhöhnten sie schon
die Oper der rechten Terrorgruppe NSU (6).
Mit der Hetze gegen die iranischen Flüchtlinge macht Politically Incorrekt  sich zum Komplizen der islamistischen Despotie des Iran. Jede Abschiebung in die dschihadistische Despotie Iran unterstützt das Terrorregime und wer das iranische Regime in dieser oder anderer Form unterstütz handelt antiwestlich, antiamerikanisch und antisemitisch und eh sich wilder Nerd versieht taucht Rechtspopulist bei Jürgen Elsässer auf.
Politically Incorrekt kann eben auch anders, antisemitisch und antiamerikanisch handeln, ist für PI machbar auch wenn sie was anderes vorgeben.

Die Flüchtlinge, welche vor der iranisch faschistischen Diktatur nach Deutschland flüchteten, werden nun  von den verschiedenen Deutschfaschos (4, 5) angefeindet.
Das humane Leben verteidigen, die Flüchtlinge aus dem Iran unterstützen und die Zuversicht auf eine Bleiberechtsregelung nicht ganz verlieren, dass ist die Hoffnung die der Mensch sich erhalten sollte, denn wer solch Abschiebung und Entsolidarisierung verhindert handelt prowestlich und stellt sich damit gegen jeden Faschismus.

Antifagruppe Weiden Neustadt

PS:
Wir werden diese menschenverachtende Flüchtlingspolitik niemals akzeptieren und sie bis zu ihrer Abschaffung, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Die Fluchtgründe die die iranischen Flüchtlinge den bundesdeutschen Behörden erklären, sind von diesen ernst zunehmen.  Wir solidarisieren uns mit allen kämpfenden Flüchtlingen und allen Menschen die für eine bessere Welt auf die Straße gehen

Die dschihadistische Despotie des Iran ist zu stürzen, damit Israel leben kann.


(1)

(2)
http://de.indymedia.org/2012/06/331884.shtml
(2b)
 http://romas-in-hamburg.blogspot.de/

(3) (3b  #5 Tedesci   (15. Jun 2012 10:11)

(4)
Jürgen Elsässer will Flüchtlinge aus den Maghreb nicht aufnehmen lassen in seinen pauschalen Analysen,  wird er richtig kämpferisch und wirft den Flüchtlingen Feigheit vor dem Feind vor. Wenn sich Iraner gegen die iranische – islamistische Despotie erheben, will Elsässer sie schon mal in einem Darkroom befördern

(5)
 moderate Muslime sind in ihrem Lebensgefühl durchaus islamkritisch, weil sie nicht jede Aussage des Korans wortwörtlich nehmen, sind sie vielmehr Humanisten bzw. Humanistinnen. Daher  kann es einen moderaten Islam durchaus oft geben. Anm.

(6)




PI verschweigt das seit der Wiedervereinigung mindestens 15167 Morde durch Deutsche passiert sind.

Sonntag, 17. Juni 2012

Punk-Club CBGB


 CBGB und die jüdischen Wurzeln des Punk; Tommy Ramone meint dazu, eine einzigartige völlig neue Perspektive auf die Geschichte des Punk (1).Bild in Originalgröße anzeigen


Das CBGB selbst (auch CBGB’s oder kurz CB’s) war von 1973 bis 2006 ein legendärer New Yorker Punk -Club auf der Bowery in Manhattan. Der komplette Name des Clubs lautet CBGB OMFUG – ein Akronym für "Country, Bluegrass, Blues and Other Music For Uplifting Gormandizers". Dieser Club kann als Keimzelle des Punks und des Punkrocks betrachtet werden, der sich von hier aus nach England verbreitete, wo er populär und bekannt wurde (1b).

Uns geht es nun darum, ein Buch von Steven Lee Beeber vorzustellen (Die Heebie-Jeebies im CBGB’s, die jüdischen Wurzeln des Punk), dass sich mit den jüdischen Hintergrund des Punks auseinandersetzt. Welches Spiel, Kunst, Lebensart  oder Ausdrucksform und Gründe den Punk ausmachen. Was in New York begann. Wie die  Post-Holocaust Generation den Wahnsinn des Nationalsozialismus verarbeitet. Punk bedeutet auch mit Ironie und Witz dieser totalen Gewalt zu begegnen.
Das Gefühl immer am falschen Ort zu sein oder  die Auseinadersetzung und Diskussionen  mit der Mehrheitsgesellschaft und den eigenen Eltern.

Beispiel Liedtexte von den Ramones: (2)
”First rule is: The laws of Germany, 1. (Die Gesetze von Deutschland)
Second rule is: Be nice to mommy, 2. Regel (Seid nett zur Mama)
Third rule is: Don't talk to commies 3. Regel (Spricht nicht mit Kommunisten)
Fourth rule is: Eat kosher salamis 4. (Esst koschere Salami)“

Die Emanzipation des Menschen kennt viele Wege, in einem späteren Lied  (Bonzo Goes To Bitburg) der Ramones kritisierte die Band  die amerikanische Regierung unter Ronald Reagan. Der amerikanische Präsident  besuchte gemeinsam mit Helmuth Kohl 1985 den deutschen Soldatenfriedhof in Bittburg. Die beiden Politiker ehrten mit Kranzniederlegung und Reden die gefallenen deutschen Soldaten was zu Protesten von jüdischen Holocaust – Überlebenden führte. Auf den Soldatenfriedhof waren mehrere Mitglieder der Waffen-SS begraben.

Das Lied wurde in erster Linie von Joey Ramone geschrieben. Joey, ein liberaler Jude musste  sich erst gegen Jonny Ramone durchsetzten, Jonny galt als konservativ und Anhänger der republikanischen Partei.
In dem Lied wird Reagan unvermeidlich hart kritisiert, in der Übersetzung heißt es  u. a. Du bist ein Politiker. Werden Sie nicht eines der Kinder Hitlers (3).

In dem Lied zeigte Joey Ramone seine ganze Verzweiflung, seine Wut und das Unbehagen gegen Ronald Reagan, und den Holocaust-Verharmlosern. Dieses Lied war ein wichtiges und notwendiges Signal. Im Kampf gegen den Antisemitismus und Rassismus ist es notwendig couragiert zu sein und Joey Ramone zeigte Courage.

„Die Bezeichnung „Bonzo“, im Song als Spottname für Reagan verwendet, ist durch den US-Kinofilm Bedtime for Bonzo inspiriert, in dem Reagan eine Hauptrolle spielte – neben einem Schimpansen mit dem Filmnamen „Bonzo“. Der Songtext kritisiert den Friedhofsbesuch mit SS-Gräbern als etwas Unverständliches, das den Sänger – Joey Ramone war Jude – fassungslos macht. Textzitat: “You’re a politician, don’t become one of Hitler’s children.“ Der Sänger machte seiner Empörung über Reagans Handeln in einem Interview aus dem Jahr 1985 Luft: „What Reagan did was fucked up. […] How can you fuckin’ forgive the Holocaust?
How can you say ‘Oh well, it’s OK now?’
That’s crazy.“
(deutsch, sinngemäß: „Was Reagan da tat, war total daneben. […] Wie zum Teufel kann man
nur den Holocaust verzeihen? Wie kann man sagen ,Na gut, mittlerweile ist es okay‘? Das ist doch verrückt.“) wikipedia Animall Boy (4).“

New York ist eine zutiefst kosmopolitische Stadt, diese Stadt ist aus den Träumen von MigrantInnen und Flüchtlingen entstanden, es ist daher nur logisch das der Punk mit seinen jüdischen Hintergrund,  nur in einer solchen Stadt entstehen konnte.


Dies war ein etwas anderer Blick auf die Geschichte des Punkrock

Antifagruppe Weiden Neustadt

PS: Joey Ramone wirkte auch bei den antirassistischen Musik – Video Sun City by Artists United Against Apartheid mit.
Mit dem Lied wurden Anti-Apartheid-Projekte des ANC und der Freiheitskampf von Nelson Mandela unterstützt.

Anhang: Bild wikipedia
(1)

 (1b)

(2)

(3)

(4)

Mickey Leigh erinnert sich an das CBGB, New York 1973: die Lower Eastside ist ein finsteres Viertel. Die Fassaden sind mit Graffiti beschmiert, auf den Straßen wimmelt es von Prostituierten, Junkies und Gesindel. Auf der Bowery öffnet ein neuer Musik-Club, das CBGB’s. "Ins CBGB’s zu gehen war damals ein Abenteuer. Es war einfach eine dreckige Bar. Ein Scheißloch. Es fühlte sich so an, als würde man in den Keller eines Freundes gehen", erinnert sich Mickey Leigh. Leigh ist der Bruder von Joey Ramone. Die Ramones gehörten - neben Patti Smith, den Talking Heads, Television oder Blondie -  zu den ersten, die im CBGB’s auftraten - am Anfang vor drei oder vier Zuschauern. "Die Ramones machten ihre Show. Und das wars. Dann sind wir nach Queens zurückgefahren und haben Tacos gegessen", so Leigh.

Musikfestival will legendäre Punkzeiten wiederbeleben 

http://www.tagesschau.de/ausland/punkrock-new-york100.html 

http://www.cbgb.com/festival.php


Gegen Nazismus, damit wir Leben können.
Wir wollen das ganze Selbstbestimmtes Leben.

Montag, 4. Juni 2012

Sozialdemokraten und Asyl


In früheren Zeiten in der der Humanismus ein wichtiger Bestandteil der Sozialdemokratie war, war es selbstverständlich das Flüchtlinge und Asylsuchende mit Solidarität der SPD rechnen konnten, aber spätestens mit der Änderung des Asylrechts von 1993 (1), ist das anders geworden.

Die Traurige Wirklichkeit; oder warum sich die volksnahen „Linksozialen“, mit der Flüchtlingssolidarität so schwer tun. Man kann sich auch die Frage stellen, wo bleibt das humanistische Menschenbild der (von manchen) Sozialdemokraten.
Der Anlass: Der Oberbürgermeister  der Kreisfreien Stadt Weiden Seggewiß (SPD) stellt sich mit einen Protestschreiben (2) gegen den Zuzug von Asylbewerbern, und der Fraktionsvorsitzender der SPD, der Herr  Richter begrüßte, dass OB Seggewiß das Thema als Dringlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt hatte, weil alleine die „Kurzfristigkeit“ ihn schon in Erstaunen gesetzt habe. Er meinte, dass in der Oberpfalz 1000 Flüchtlinge untergebracht werden müssten, aber Weiden erfülle davon bereits die ihr zustehende dreifache Quote.

Das ist natürlich alles Quatsch, andere Orte nehmen oft sehr viel  mehr Flüchtlinge auf und machen kein so ein Spektakel daraus, vielmehr sollten wir uns die Frage stellen, wie sich gutsituierte Menschen, sich so emotional in Szene setzen, um schmerzliche leibhaftige (Selbst) Betroffenheit zu zelebrieren, in der sie sich die Stadtoberen als Hauptbetroffene sehen und die Verarmung der Stadt (Haushaltsnotlage usw.) leidvoll in weinerlichen Ton sich Selbst und die Stadt beklagen.
Hier zeigt  viel mehr, das  bei basisnahen „Linken“ sich schnell der Aspekt des gesunden Volksempfinden durchsetz, das schon mal den da oben (Regierungspräsidentin  Frau Brigitta Brunner) die Meinung geigt und was dabei rauskommt kann  jeder Humanist und jede Humanistin  sich ja vorstellen, die Entsolidarisierung zu den Menschen der Flucht und Wanderung findet sich ein und wird wie in diesen Fall zur öffentlichkeitsnahen Randale  - als Abwehrbereitschaft per Akklamation in einen Protestschreiben manifestiert.

Gerade Andreas Wutzlhofer Bürgermeister von Vohenstrauß und immerhin CSU – Mitglied,  zeigt das es auch anders geht,  seine solidarischen Aussagen zu den Flüchtlingen sind eine der wenigen Hoffnungsvollen Ereignisse in diesem Jahr (3). Ansonsten zeigt der Arbeitskreis Asyl Weiden mit seiner Flüchtlingssolidarischen Arbeit und das schon über Jahre, beispielhaft seine humanistischen Möglichkeiten immer wieder an.

Antifagruppe Weiden Neustadt

PS:
Mehr menschliche Achtung für Migranten und Flüchtlinge hat Papst Benedikt XVI. gefordert. Es gehe nicht um Nummern und Zahlen, sondern um Männer und Frauen, um Kinder, Jugendliche und Alte, die einen Ort suchten, wo sie in Frieden leben könnten, betonte der Papst am Sonntag aus Anlass des katholischen Weltflüchtlingstages 2012 auf dem Petersplatz.

Benedikt XVI. -  der zwar in seinen engen Grenzen der Katholischen Lehre, sich der Neuevangelisierung verpflichtet fühlt, aber wen es darauf ankommt, zeigt der Humanist Benedikt, sich sehr wohl solidarisch mit den Flüchtlingen und MigrantInnen.

In der ersten Wahrnehmung zeigt sich die Traurige Wirklichkeit, aber es gibt Hoffnung.
Wir hoffen, dass sich die Sozialdemokraten, an ihren humanistischen Möglichkeiten erinnern und diese Hoffnung ist nicht unbegründet. Zahlreiche Sozialdemokraten haben dem Asylkompromiss nicht zugestimmt (4). OB Seggewiß hat sich immer wieder gegen rechtsextreme Schurken zur Wehr gesetzt, seine Unterstützung der Initiative Weiden ist Bunt ist ein guter Anfang, seien wir also guten Mutes.
Das Bleiberecht für Flüchtlinge und MigrantInnen ist machbar.

Anhang
(1)
Das Asylrecht für politisch Verfolgte ist in Deutschland ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht. Die Änderung des Art. 16a GG im Jahr 1993 („Asylkompromiss“) schränkte es erheblich ein: insbesondere können sich Ausländer, welche über einen Staat der Europäischen Gemeinschaften oder einen sonstigen sicheren Drittstaat einreisen, nicht auf das Asylrecht berufen. Die Anerkennungsquote nach Art. 16a GG ist entsprechend gering.
Asylkompromiss nennt man die durch den Deutschen Bundestag am 6. Dezember 1992 beschlossene Neuregelung des Asylrechtes unter der Regierung des vierten Kabinetts Helmut Kohl durch die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP und mit Zustimmung der (für die verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit im Bundestag erforderlichen) von Björn Engholm als Parteivorsitzendem und Hans-Ulrich Klose als Fraktionsvorsitzendem geführten SPD-Opposition [Wikipedia] Am 26. Mai !993 stimmte der 12 deutsche Bundestag die Einschränkung des Asylrechts zu. Anm.


(2)
(4)
Es ist davon auszugehen, dass etwa 100 Sozialdemokraten, die Einschränkung des Asylrechtes nicht zustimmten.

Samstag, 5. Mai 2012

Katholikentag in Mannheim

Wir wollen in diesen Tagen darauf hinweisen, dass die katholischen Milieus anfangs der 30iger Jahre weitgehend resistent waren gegen die Nationalsozialistische Bewegung, was man von den evangelischen Christen nicht behaupten kann.  

Die Katholiken und ihre Gegnerschaft zum Nazismus hat es sehr wohl gegeben, sie konnten den Totalitarismus der deutschgläubigen Nazis, nicht akzeptieren.

 "1. Katholisches Sozialmilieu und totalitärer Weltanschauungsanspruch

Bildergebnis für vatikan flaggeDie Erfahrungen des Kulturkampfes (1) prägten das Denken und  Bild in Originalgröße anzeigen  Verhalten vieler Katholiken bis in die Weimarer Republik und das Dritte Reich hinein. Als von der Gemeinschaft der Nation ausgegrenzte und bekämpfte Minderheit bildeten sie innerhalb des preußisch / protestantischen Deutschen Reiches eine weitgehend geschlossene Sondergesellschaft. Die katholische Kirche bot mit ihrem fest gefügten Werte- und Normensystem die primäre Orientierung in der Lebenspraxis. Die Gläubigen fühlten sich von einer tief verwurzelten, den Alltag umspannenden Frömmigkeit getragen; ein dichtes Geflecht katholischer Schulen, Vereine und Presseorgane prägte Zeiterfahrung und Lebensstil der Kinder und Jugendlichen ebenso wie der Erwachsenen.Auch fühlten sich die Katholiken stark mit Rom verbunden. Die Distanz zu Preußen war Teil der Lebenswirklichkeit.
Die starke Bindung der Katholiken an ihre Lebens- und Gemeinschaftsformen wirkte sich auch bei den Reichstagswahlen der Weimarer Republik aus. Bezogen auf die Wohnbevölkerung erreichten die Katholiken 1933 einen Anteil von 32,5 %. Auf die politischen Parteien der Katholiken - das Zentrum und die BVP - entfielen bei den Reichstagswahlen zusammen zwischen 18 % (1920) und 13,9 % (1933) der abgegebenen Stimmen. Das Wahlverhalten der katholischen Bevölkerung zeigt auch für die Reichstagswahlen vom März 1933, die schon unter dem Druck der neuen nationalsozialistischen Machthaber stattfanden, dass den Nationalsozialisten in den überwiegend katholischen Gebieten des Deutschen Reiches der politische Durchbruch versagt blieb. Im Emsland, Regierungsbezirk Osnabrück, Kreis Hümmling, in den rheinländischen Wahlkreisen Köln - Aachen und  Koblenz – Trier, der Rhön, in Unterfranken, in der Oberpfalz ( 2), im Eichsfeld und in den meisten Landkreisen des Ermland’s  waren das Zentrum oder die Bayerische Volkspartei die stärksten Parteien. Die eindringlichen Warnungen vor dem Nationalsozialismus, die die deutschen Bischöfe seit 1930 verschiedentlich ausgesprochen hatten, wirkten hierbei als eine hilfreiche Stütze.  Das trifft aber nicht auf alle katholische Gebiete zu  z. B. der Großraum München bzw. Ober und Niederbayern hier verfehlten die Warnungen der Bischöfe ihre Wirkung. München wurde von den Nationalsozialisten zur Hauptstadt der Bewegung erkoren in der sich auch manch Bischofsferne nahprotestantischer Katholik sein führendes und brutales Unwesen trieb.
Im Zentrum der nationalsozialistischen Ideologie standen der Kampf um die Vorherrschaft der „arischen Herrenrasse“, die als antibolschewistischer Kreuzzug propagierte Eroberung von „Lebensraum“ im Osten und die Vernichtung des Judentums. Diese Ziele waren nur mit dem „neuen“, im nationalsozialistischen Geist erzogenen Menschen zu erreichen, der frei sein musste von der „jüdischen Mitleidsmoral“ des Christentums. Für konkurrierende Ansprüche auf Weltdeutungs- und Sinngebungskompetenz - seien sie religiöser Art wie bei Christen und Juden oder weltanschaulicher Art wie bei den Kommunisten - war kein Platz. Nach der „Machtergreifung“ am 30. Januar 1933 avancierte diese Ideologie zur Staatsdoktrin. Trotz des für das nationalsozialistische Herrschaftssystem kennzeichnenden Machtdualismus zwischen Partei und Staat sowie regionaler Unterschiede in der nationalsozialistischen Herrschaftspraxis haben Hitler und seine Gefolgsleute nie einen Zweifel daran gelassen, den totalitären Weltanschauungsanspruch auch machtpolitisch durchzusetzen (3)."

Trotz dieser oppositionellen Haltung der römischen katholischen Kirchenoberen gegen die Weltanschauung des Nationalsozialismus, hat man bald den widerständigen Geist eingestellt und sich mit den Nazismus arrangiert. Das Reichskonkordat zwischen den 3.Reich und den Vatikan ist nur ein Beispiel dafür. [Mit der Zustimmung zu dem Ermächtigungsgesetz kapitulierte der politische Katholizismus schon am 24. März 1933 endgültig vor dem Nazismus (3b). ] Fairer weise muss man aber eben auch erwähnen, dass die päpstliche Enzyklika mit brennender Sorge wiederum eine deutliche Gegnerschaft zum Nationalsozialismus erkennen lässt. In ihr wird auch eine antirassistische und solidarische Aussage zu den Juden sichtbar. 

Ablehnung eines pantheistischen und völkischen Gottesbegriffes

9 Habet acht, Ehrwürdige Brüder, dass vor allem der Gottesglaube, die erste und unersetzbare Grundlage jeder Religion, in deutschen Landen rein und unverfälscht erhalten bleibe. Gottgläubig ist nicht, wer das Wort Gottes rednerisch gebraucht, sondern nur, wer mit diesem hehren Wort den wahren und würdigen Gottesbegriff verbindet.
10 Wer in pantheistischer Verschwommenheit Gott mit dem Weltall gleich setzt, Gott in der Welt verweltlicht und die Welt in Gott vergöttlicht, gehört nicht zu den Gottgläubigen.
11 Wer nach angeblich altgermanisch-vorchristlicher Vorstellung das düstere unpersönliche Schicksal an die Stelle des persönlichen Gottes rückt, leugnet Gottes Weisheit und Vorsehung, die „kraftvoll und gütig von einem Ende der Welt zum anderen waltet“ und alles zum guten Ende leitet. Ein solcher kann nicht beanspruchen, zu den Gottgläubigen gerechnet zu werden.
12 Wer die Rasse, oder das Volk, oder den Staat, oder die Staatsform, die Träger der Staatsgewalt oder andere Grundwerte menschlicher Gemeinschaftsgestaltung – die innerhalb der irdischen Ordnung einen wesentlichen und ehrengebietenden Platz behaupten – aus dieser ihrer irdischen Wertskala herauslöst, sie zur höchsten Norm aller, auch der religiösen Werte macht und sie mit Götzenkult vergöttert, der verkehrt und fälscht die gottgeschaffene und gottbefohlene Ordnung der Dinge. Ein solcher ist weit von wahrem Gottesglauben und einer solchem Glauben entsprechenden Lebensauffassung entfernt. …

Wert des Alten Testamentes

Wer die biblische Geschichte und die Lehrweisheit des Alten Bundes aus Kirche und Schule verbannt sehen will, lästert das Wort Gottes, lästert den Heilsplan des Allmächtigen, macht enges und beschränktes Menschendenken zum Richter über göttliche Geschichtsplanung (4).


 Die solidarischen Aussagen zu den Juden hätte man aber vertiefen müssen, die nun folgende Aussage über den Kreuzestod des Gottessohnes ist dann wiederum irritierend  und wirkt entsolidarisierend. Auch wenn am Ende der Textpassage steht, dass der neue Bund alle erhöht. „Er steht verständnislos vor dem Weltdrama des Gottessohnes, welcher der Meintat seiner Kreuziger die hohepriesterliche Gottestat des Erlösertodes entgegensetzte und damit den Alten Bund in dem Neuen Bunde seine Erfüllung, sein Ende und seine Überhöhung finden ließ.“ 
Es wäre besser gewesen man hätte in der Enzyklika von vornherein die Gleichwertigkeit des Alten und Neuen Bundes betont.

Tatsache ist aber auch, dass nach der Veröffentlichung der Enzyklika der Kampf gegen die katholische Kirche wieder weiter ging.

Die Nationalsozialisten wurden von der Verlesung der Enzyklika überrascht, doch sie reagierten schnell: In der Karwoche kam es zu ersten Hausdurchsuchungen und Verhaftungen. Zwölf Druckereien, die am Druck und der Verbreitung der Enzyklika beteiligt gewesen waren, wurden entschädigungslos enteignet. Eine Reihe von Klöstern und Bekenntnisschulen sowie mehrere theologische Fakultäten und Hochschulen mussten schließen.
Am 1. Mai 1937 ging Hitler mit einer deutlichen Drohung an die Kirche, wegen des Dokumentes ein. Er sagt:
,, Wir können nicht dulden, daß diese Autorität, die die Autorität des deutschen Volkes ist, von irgendeiner anderen Stelle angegriffen wird. Das gilt auch für alle Kirchen ... Wenn sie versuchen, durch irgendwelche Maßnahmen, Schreiben, Enzykliken usw. sich Rechte anzumaßen, die nur dem Staat zukommen, werden wir sie zurückdrücken in die ihnen gebührende geistliche-seelsorgerische Tätigkeit."
Schon im  April 1937 kam es auf Initiative Hitlers und Goebbels zu einer neuerlichen Welle von Sittlichkeitsverfahren gegen Priester und Ordensleute, wozu Einzelfälle von der NS-Propaganda zu einer „symptomatischen Erscheinung” aufgebauscht wurden. Der Bevölkerung sollte vermittelt werden, dass die Kirche von der Erziehung der Jugend ausgeschlossen werden müsse, und das Vertrauen in sie untergraben werden. Richtigstellungen waren nur von der Kanzel aus möglich. In der Folge wurden 1937/38 die privaten katholischen Schulen aufgelöst oder vom Staat übernommen. Die Geistlichkeit durfte in Volks- und Berufsschulen keinen Religionsunterricht mehr erteilen.
Darüber hinaus wurden – abgesehen von der Entfernung des Bischofs von Rottenburg Joannes Baptista Sproll aus seiner Diözese – spektakuläre Maßnahmen jedoch vermieden. Der seit 1935 verfolgte Kurs gegen die katholische Presse, die Verbände und Schulen mit dem Ziel der beständigen Zurückdrängung der Kirche aus dem öffentlichen und politischen Leben wurde allerdings beibehalten. Die meisten Organisationen – vor allem die Jugendverbände – wurden bis 1939 aufgelöst, ihre Publikationen verboten und ihr Vermögen konfisziert (5). Selbst Papst Pius XII zeigte mehrmals seine Gegnerschaft zu den deutschen Nationalsozialisten (6).


Wir bemühen uns um eine differenzierte Kritik an die katholische Kirche, Denunzierung und diffamierende Hetze (7) ist nicht unsere Sache. Wir erkennen an, dass viele Katholiken ihre Gegnerschaft zu den Nationalsozialismus zeigten; dies war nicht ungefährlich, viele verloren dabei ihr Leben (8). Die Gruppe akantifa  Mannheim hätte ihre Kritik an den Katholikentag differenzierter darstellen müssen, hat doch schon Heinrich Heine, der zwar mit seiner Kirchkritik nicht zurückhaltend war, jedoch wen es darauf ankam, die römisch katholische Kirche schon mal gegen Martin Luther verteidigte (9).
Es ist natürlich richtig z. B. die sexistischen Gewaltverhältnisse in der Kirche anzuprangern, des weiterem wäre es hilfreich gewesen antisemitische und antichristliche Islamisten, deutschgläubige Neuheiden (10) preußischen Protestanten ebenfalls eindeutig zu verurteilen, dass ist bis jetzt ausgeblieben.  Antifa Mannheim ist soweit wir wissen, für antideutsche Debatten offen, die Art und Weise wie Stephan Grigat von ihnen verteidigt wurde  ist ausgewogen, ja perfekt (11). Es bleibt abzuwarten in wie weit eine differenzierte Sicht auf die katholische Kirche in Antifa – Zusammenhängen möglich ist. 

Nie wieder Nazismus, deutschnationale Identitäten angreifen.
Katholiken der konstruktiven Kritik und Antifa gemeinsam gegen antikatholische Diffamierung.

Geschichtliches Fazit: Das Leben der Katholiken in den deutschen Landen ist vielfältig und hat unterschiedliche kulturelle Ausprägungen, das Rheinland ist halt irgendwie anders als Bayern, jedoch ist mit der Bildung des Deutschen Reiches unter Preußens Führung und der sich bald abzeichnende Kulturkampfes  - die damalige Option für die Katholiken vorgegeben, entweder ihr integriert euch voll und ganz in das Reichsgefüge, das heißt der politische Katholizismus hatte nur eine marginal regionale Bedeutung und das religiöse Leben wird durch den preußisch deutschen Staat eingeschränkt. 

 Der Kulturkampf trug zur Trennung von Kirche und Staat bei. Die Trennung von Kirche und Staat ist also ein Gewaltakt von oben und kein revolutionärer Emanzipation Vorgang von unten. Mit der Weimarer Reichsverfassung bekam dann das Verhältnis von Kirche und Staat seine bis heute geltende Fassung. Es ist schwierig abzuschätzen, inwieweit der Kulturkampf das politische Klima noch im 20. Jahrhundert verändert hat; Zentrumspolitiker waren von den entscheidenden Machtpositionen weitgehend ausgeschlossen, die Reichskanzler hatten meist eine deutschnationale Grundeinstellung und mussten die Wünsche des preußisch protestantischen Kaisers nach Deutschlands Größe aufs untertänigste zustimmen. Katholiken konnten sich vor allem bis 1918 als Bürger zweiter Klasse empfinden

.
In der heutigen Zeit in der der Individualismus für viele eine alternative zur Religion darstellt, hat die katholische Religion massiv an Einfluss verloren, wer was anderes behauptet, muss sich gefallen lassen, dass er ein fanatischer Kirchenkritiker bleiben will, also ein Rolle einnimmt die dann aber auch zu ihm passt.

Antifagruppe Weiden Neustadt

PS: Zitat Bahamas. Der Papst wird von seiner Affirmation ausschließlich heterosexueller Zweisamkeit ohne Verhütung nicht abzubringen sein – das trennt die Redaktion von ihm grundsätzlich. Dass er aber die Kondom-Werbekampagnen abgehalfterter Popstars wie Wolfgang Niedecken und Bono verabscheut und die Humanisierung der Sexualität fordert, dass der alte Universalist in den engen Grenzen der katholischen Lehre so viel weiter denken kann, als protestantische Kulturschaffende und Herausgeber, das ist es, was die Bahamas so katholisch macht.
gut das es die Bahamas gibt.

Anhang
(2) https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/jcsw/article/viewFile/579/551
 Die Wahlergebnisse zeigen eindeutig, dass die BVP bei der Reichstagswahl in der Oberpfalz  am 5. März 1933 die stärkste Partei war.
Wir haben die Regionen in der die Parteien des politischen Katholizismus (BVP und das Zentrum) die stärkste Parteien waren genauer dargestellt, wir hoffen, dass die Leute von  kath.de uns das nicht Übel nehmen.
(3b)  http://de.wikipedia.org/wiki/Erm%C3%A4chtigungsgesetz

http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_M%C3%A4rtyrer
http://www.spd-soe.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=742&tx_ttnews[backPid]=32&cHash=e29f6d1eb6

(9)http://www.digbib.org/Heinrich_Heine_1797/Zur_Geschichte_der_Religion_und_Philosophie_in_Deutschland?k=Erstes+Buch
 Dem Antikatholizismus geht es längst nur noch um Die Beseitigung der Opposition des Gewissens. Justus Wertmüller über den Zusammenhang von Missbrauchsdebatte, Katholikenbashing und Staatsvergottung.
Weiter Info dazu
Der Katholikentag in Mannheim ist vom 16 – 20 Mai 2012

Weiter Info Nachtrag: 9 .10. 2013


Dienstag, 10. April 2012

Grass fanatisch

 
Ein deutsches Opfer, wird radikal antisemitisch und keiner will es gemerkt haben.

Die Empörung in Deutschland und in Israel ist groß. Mit seiner vor aller Welt veröffentlichten Prosa Entblößung (1) hat der deutsche Nationalheld und Literaturnobelpreisträger Günther Grass eine abscheuliche, antisemitische, linksdeutsche These abgegeben, das allein der Gangleader der Bundesregierung als „Kunstwerk“ empfindet.

Grass hat mit einer beispiellosen Agitpropaktion, getarnt als lyrisches Gedicht jedoch für jeden sichtbar,  plumpe Fakten auf den Kopf gestellt oder ignoriert und Israel zur „Gefahr für den Weltfrieden“ gekürt. In der Jugend des gealterten Nationaldichters, als er der SS beigetreten war, wurde das „Weltjudentum“ als Gefahr für den Weltfrieden ausgemacht, mit der Konsequenz, dass die Juden vernichtet wurden. [1b]

Das fanatisch deutsche Wesen mit Weltgeltungsanspruch Gunther Grass beschreibt nun in einer „kann Analyse“, dass es Israel ist, das das iranische Volk auslöschen will.
Wie gemein und niederträchtig das ist, dass der unbedingte und  bedingungslose Grass sich damit im Geiste vertieft und mit letzter Tinte an seinen Lebensabend salbungsvoll verkündet, wer der "Menschenfeind" ist. Grass der Fanatiker, er konnte sich nicht mehr zurückhalten, er musste als erster zuschlagen, diffamieren um danach zu schreien, das er nach der ganzen Kritik auch ein Opfer ist. Grass vergrübelt sich dabei wieder und wieder in seine  eigene antisemitische Marschroute, die er zum ersten Mal als 17 Jähriger Soldat der Waffen SS erleben durfte. Doch das von ihm erhoffte, als Steigerung der antizionistischen Aggression in eine Aufbruchstimmung für alle -  auch noch den letzten und  liberalsten Israelkritiker mit zureisen, bewirkte erstmal jedoch das genaue Gegenteil. Gerade jene  in  den deutschen Landen, die nicht aufhören wollen, klar abgesteckte Grenzen des Antisemitismus mit „legitimer Israelkritik“ zu formulieren, blicken sich jetzt irritiert an. Ihre gut gemeinte "Israelkritik" mutiert zu antisemitischen Hasspampflets auch wenn manche dabei noch relativieren wollen (2).
Nach all der Kritik, die in den letzten Tagen Grass nun erreicht hat, fängt er nun an zurück zurudern und meint nicht mehr Israel, sondern die israelische Regierung. Dieses zurückrudern geht natürlich einher mit Vorwürfen an die Medien (Günther Grass meint damit die üblen Vorwürfen des Antisemitismus in tief erschüttern und beleidigen.). Im zurückrudern führt er aber weiter seine Attacken, um jetzt die israelische Regierung anzugreifen, er benimmt sich dabei wie ein wilder Kämpfer jede Option des taktischen Wortkrieges ist im gut genug – welch  Fanatismus.

Dabei wird Israel äußerst massive vom iranischen Regime bedroht und genau diese Tatsache wird von den Nationalpazifisten (3), Grass selbst und seinen Fans ignoriert.
Das Israel Teile des Westjordanlandes weiterhin besetzt hält, ist logisch, eine gewisse strategische Tiefe in den palästinensischen Gebieten zu halten, ist eben notwendig, weil Israel muss sich effektiv verteidigen können, für Israel gilt es, die eventuell anfliegende Atomraketen des Iran, vom Westjordanland aus schon abzufangen.
Das die SPD mit Günter Grass doch nicht brechen will, spricht auch nicht für diese und das er auch noch den Nobelpreis (4) behalten darf, wird den Beiden besonders freuen; wer hätte noch vor ein paar Tagen gedacht, das sich nun eine informelle Verteidigungsallianz um Grass bildet um jeden Antisemitismus Vorwurf  zurück zuweisen.

Das Einreiseverbot für Grass, ist das mindeste was Israel machen musste. Grass aufhalten, damit Israel leben kann. Denn Antifa heißt gegen jeden Antisemitismus kämpfen.


Antifagruppe Weiden Neustadt

PS: „Das Nationalsymbol Grass hat bewiesen, mit welcher Leichtigkeit die Grenzen des guten Geschmacks und der Moral überschritten sind. So könnte sein „Gedicht“ zum Lehrstück für jene werden, die wie Grass vermeintlich keine Antisemiten sind, aber gedankenlos mit dem kompletten Arsenal des klassischen Antisemitismus gegen Israel hetzen, es dämonisieren und seine Vernichtung in Kauf nehmen oder gar herbeiwünschen (5)“


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(5) [1b]

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