Montag, 7. November 2016

Was bleibt von der Aufklärung

Das westliche Zeitalter der Aufklärung ist von dem Gedanken getragen, das die Vernunft und die Freiheit im Stande ist, die Wahrheit ans Licht zu führen. Und es ist wahr, alle Menschen sind frei und gleich an Würden und Rechten geboren. Z. B. Die Personen, die auf dem Boden der USA geboren sind, erhalten [sofort] die amerikanische Staatsbürgerschaft kraft Geburt (Birthright citizenship), siehe Geburtsortsprinzip. Dies ist im 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten festgelegt. Trump will dieses  Prinzip abschaffen, er begründet dies zusätzlich, mit grundsätzlichen Lügen über mexikanische Einwanderer.  Damit stellt er sich,  gegen einen wichtigen Teil der amerikanischen Verfassung. Aber die allgemeinen Menschen- und Bürgerrechte sind den paranoiden Polit-Egomanen egal, seine Sympathie für Erdogan, Putin und  Saddam Hussein definieren seinen autoritären Charakter. Ob seine postfaktische Politik sich durchsetzt und mehrheitsfähig wird, es wird sich zeigen. Verteidigt die Freiheit! Bild: Lady Liberty, Emma Lazerus

Der Begriff postfaktische Politik bezeichnet ein politisches Denken und Handeln, bei dem evidenzbasierte Fakten nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Die Wahrheit einer Aussage tritt hinter den Effekt der Aussage auf die eigene Klientel zurück. In einem demokratischen Diskurs wird – nach dem Ideal der Aufklärung – über die zu ziehenden Schlussfolgerungen aus belegbaren Fakten gestritten. In einem postfaktischen Diskurs wird hingegen populistisch Aufgehetzt, gelogen, abgelenkt oder verwässert – ohne dass dies entscheidende Relevanz für das Zielpublikum hätte. Entscheidend für die von postfaktischer Politik angesprochenen Wähler ist, ob die angebotenen Erklärungsmodelle eine Nähe zu deren Gefühlswelt haben. Antifagruppe  Weiden Neustadt,  / Weitere Info siehe  Kommentare  und ²,³
Das postfaktische Zeitalter der Verdrehung der Tatsachen und des Zivilisationsverfalls ist angebrochen, der Neo – Zar Wladimir Putin ist in der Ukraine und Syrien auf den Vormarsch und hat mit Lügen und Drohungen, die Halbinsel Krim in den März-Tagen 2014 annektiert. Recep Tayyip Erdogen  massakriert die Kurden und lässt unabhängige Journalisten einsperren. Der Despoten Freund Donald Trump steht in den Startlöchern.  Menschen die noch an die Vernunft und Aufklärung glauben stehen fassungslos da und  werden zunehmend  sprachlos.
Einen Sexisten, Rassisten und Antisemiten² darf man keine Stimme geben! PS: „Es wimmelt von Egomanen, die Argumenten nicht mehr zugänglich sind, die sich längst ihre eigene Wirklichkeit gezimmert haben und dafür auch noch den Beifall eines Großteils ihrer Bevölkerung bekommen. Donald Trump hat es damit fast bis ins Weiße Haus geschafft, Wladimir Putin sichert so sein Zarenreich. Und Recep Tayyip Erdogan verwandelt gerade die Türkei in ein autoritäres Regime nach seinem Bilde. Was tun mit solchen Partnern? Was tun mit solchen Verführern? Das postfaktische Zeitalter kann eigentlich nur in der Katastrophe enden.“  Zitat:  Albert Franz - Der Neue Tag http://www.onetz.de/deutschland-und-die-welt-r/politik-de-welt/kommentar-zur-lage-der-diplomatie-von-putin-bis-erdogan-die-diplomatie-stoesst-an-ihre-grenzen-d1708084.html
Weitere Info: Russland, der ewige Anti-Westler - Ein Vortrag von Sören Pünjer
Kaum Solidarität, Trumps neutrale Haltung zu Israel.

Kommentare:

  1. Donald Trump der Anti-Amerikaner,

    er ist wohl kaum noch aufzuhalten, oder doch. Das unbedingte Zusammenhalten; die Solidarität mit den Latinos, Amerika und der Lady Liberty, ist jetzt wirklich notwendig geworden. Es gilt die Freiheit und das selbstbestimmte Leben zu verteidigen. Ein Populist hat die Macht in Weisen Haus übernommen, er hetzte vor allem gegen Einwanderer, Wallstreet, Banken, Konzerne, TTIP, Freihandel und das Washingtoner Establishment, dabei benutzt er schon mal antisemitische Codes.

    So verbindet er rechten mit linkem Populismus. Dadurch hat er seine Wählerbasis enorm erweitert, einfache weiße Arbeiter sind seine Massenbasis. Er wird von dem, was er umsetzen will von Hass und Ehrgeiz angetrieben. Die Republikanische Partei Amerikas ist jetzt gefordert - kann sie den Proto – Despoten aufhalten, was, wen nicht, können wir ihn aufhalten? Kann das bürokratische System ihn aufhalten? Oder kann er sich selbst aufhalten? Oder die Gerichte? Dass Donald Trump wie ein Triumphator und Cäsar herrscht und herrschen will, davon ist auszugehen, drohen putinisch/russische Verhältnisse; extreme Massendeportationen wie unter Stalin, sind nicht auszuschließen. 10 Millionen hispanische Menschen droht die Abschiebung oder Deportation. Sein Hass gegen die eingewanderte Latinos muss dementsprechend groß sein. Er wird vom Ku Klux Klan unterstützt. Was der autoritäre Cäsar vorhat, ist gefährlich, es besteht die Gefahr, dass er die MigrantInnen, bei Abschiebeschwierigkeiten, dann mit noch rabiateren Methoden angreift.

    Nach IS, Erdogan, Putin nun Trump, zweifellos sind diese Tage keine guten Tage. Das postfaktische und protofaschistische Zeitalter ist angebrochen. Wir müssen irgendwie solch Wahn aufhalten! Wenn Donald Trump weiter seinen Hass folgt, dann wird Amerika dunkle Tage erleben und Lady Liberty wird fallen, so gesehen ist Trump ein Anti-Amerikaner

    Amerika und die Freiheit, gegen Trump verteidigen!

    http://jungle-world.com/jungleblog/3926/

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    1. Nobi:
      Ich fang mal so an: Trump will den 14. Zusatz der amerikanischen Verfassung abschaffen, so hat er es im Wahlkampf mehrmals angekündigt, das macht ihn nicht nur zu einen Antiamerikaner sondern auch zu einem Antirepublikaner. Die die in gewählt haben, könnte man als Trumpianer bezeichnen. Ich glaube, das Georg W. Busch, ein wirklich guter Präsident war, er war solidarisch mit Israel und tolerant zu Einwanderern. Er war tapfer und frei, er hat seinen Landsleuten keine Angst vor Einwanderern gemacht, sondern in vielen Veranstaltungen sich für die Minderheiten ausgesprochen.
      https://www.welt.de/politik/ausland/article150332303/George-W-Bush-hatte-recht.html -
      Er war Mutig, er hat die Despotie Saddam Husseine` s in Irak beendet, dass war eine >Großartige – Sache.< Donald Trump, hätte jedoch nie, die Despotie von Saddam Hussein beendet, wie soll so einer tapfer und frei sein; im Gegenteil in seinen Reden zeigte er immer wieder seine Sympathie für die verschiedenen Diktatoren wie Putin, Erdogan oder Saddam Hussein an.
      Ich weis, viele sahen den Krieg gegen den Irak damals kritisch - wegen den Folgen usw.
      Wir (Antideutsche) sahen das aber anders, viele von uns fingen an, Georg W. Busch sogar in der Emanzipationslinie – Marx, Adorno, Bush, https://nucoms.wordpress.com/2011/10/16/die-waffe-der-kritik-ersetzt-nicht-die-kritik-der-waffen/
      und den >Radikalen Republikanern< https://de.wikipedia.org/wiki/Radikale_Republikaner
      zu sehen. Wir waren damals wohl die einzigen die das so sahen, damals waren wir alle proisraelische Amerikaner, sind wir eigentliche immer noch. In den Film Lincoln zeigte Steven Spielberg das emanzipatorische Wirken der radikalen Republikaner. https://de.wikipedia.org/wiki/Lincoln_(2012)
      - https://de.wikipedia.org/wiki/Thaddeus_Stevens
      -
      man sollte sich echt, den Film mal anschauen. Unter den radikalen Republikanern wurde die Zusätze 13. Abschaffung der Sklaverei und 14. amerikanische Staatsbürgerschaft kraft Geburt - Geburtsortsprinzip eingeführt.

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  2. // Jungle World: Wir brauchen nicht nur eine Strategie gegen die #Putins und #Trumps, sondern auch gegen den Islamismus, der im Grunde derselbe Abwehrkampf gegen die Zukunft ist. Statt die Globalisierung der Kultur zu verteufeln und vergeblich zu versuchen, die Urbanisierung aufzuhalten, ist es aus emanzipatorischer Sicht höchste Zeit, diese neue Realität anzunehmen und darin um linke, solidarische Entwicklungen zu streiten.

    https://www.facebook.com/JungleWorld

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  3. Auf den Thema-Seiten: Weiße Amerikaner gesetzten Alters verschafften Donald #Trump den Sieg bei den Präsidentschaftswahlen. Wie wird die künftige Regierung aussehen? Ein Bündnis aus dem von Trump geführten Mob und dem rechtskonservativen Establishment gilt als wahrscheinlich. Hillary #Clinton wurde unter anderem dafür bestraft, dass sie im Wahlkampf dezidiert als Frau auftrat. Was bedeutet das für den Feminismus? Ist Amerika gescheitert, wie Tuvia #Tenenbom im Interview meint, oder ergibt sich eine Chance für die Linke und für einen neuen, fortschrittlichen Globalismus?


    https://www.facebook.com/JungleWorld

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  4. VON GERHARD SCHEIT


    Auf der Grundlage einer weiteren seiner überaus instruktiven Analysen für MENA-Watch versucht Florian Markl die heute entscheidende Frage zu beantworten, »was die Wahl Donald Trumps für den Nahen Osten bedeutet«, und kommt zu dem Schluss, dass der böse Alptraum gerade erst begonnen habe. Er knüpft dabei an Anne Applebaum an – die bereits im März 2015 befürchtete, der Westen, wie wir ihn kannten, könnte nur wenige Entscheidungen von seinem Ende entfernt sein – und meint, die Wahl Trumps sei eine davon.

    https://lizaswelt.net/2016/11/16/roosevelt-bush-trump/

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  5. Was die Wahl Donald Trumps für den Nahen Osten bedeutet

    Von Florian Markl

    Nach einer Wahl, die für viele Amerikaner und Amerikanerinnen sprichwörtlich die für das kleinere Übel gewesen ist, steht fest: Der 45. Präsident wird Donald Trump heißen. Statt der ehemaligen First Lady und Außenministerin Hillary Clinton, deren inhaltliche Positionen zwar oft nur schwer fassbar, aber zumindest von der Grundtendenz her erkennbar sind, wird der Diktatoren-Bewunderer mit der auffälligen Frisur und den gleichermaßen erratischen wie inkonsistenten außenpolitischen Ankündigungen ins Weiße Haus einziehen. Was die Präsidentschaft Trumps für den Nahen Osten bedeutet, ist einigermaßen unklar – viel zu widersprüchlich waren seine verschiedenen Ankündigungen, um eine auch nur halbwegs konsistente Linie erkennen zu können. Statt sich in Spekulationen über einen Kurs zu ergehen, den Trump selbst vermutlich nicht angeben könnte, könnte es zu diesem Zeitpunkt nützlich sein, sich die Widersprüchlichkeit seiner vollmundigen Ansagen vor Augen zu führen.

    http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/was-die-wahl-donald-trumps-fuer-den-nahen-osten-bedeutet/

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  6. Captain America

    https://www.teepublic.com/t-shirt/448713-cap-vs.-trump

    https://res.cloudinary.com/teepublic/image/private/s--3iOOsIhH--/t_Preview/b_rgb:36538b,c_limit,f_jpg,h_630,q_90,w_630/v1458064622/production/designs/448713_1.jpg

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  7. Zentralrat der Juden in Deutschland

    Jüdische Allgemeine

    Was auf uns zukommt

    Womit haben Juden in den USA und Europa angesichts des Erfolgs der antiliberalen Bewegung zu rechnen?

    Was nützt eine jüdische Präsidententochter, wenn ein antisemitischer Präsidentenberater ins Weiße Haus geholt wird?
    Es hat nicht einmal eine Woche gedauert, da verstummen die jüdischen
    Trump-Enthusiasten. Wie sollen sie auch sonst die Ernennung des Nationalisten Stephen Bannon zum Chefberater des künftigen Präsidenten Trump erklären, eines Mannes, der seine Kinder nicht auf eine Schule mit »zu vielen Juden« schicken möchte, und der auf seiner Webseite rassistische und antisemitische Hetze betreibt.

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/27009

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  8. Der Traum ist aus

    Donald Trump hat nicht verborgen, wer er ist und was er will. Seine Wähler wussten, was sie taten. Nun beginnt der Kampf um Bürgerrechte und soziale Errungenschaften.

    von Jörn Schulz

    Ganzer Text auf

    http://jungle-world.com/artikel/2016/46/55189.html

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  9. Wenn Donald Trump als Präsident seine Wahlversprechen hält, droht Mexiko ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden.

    von Wolf-dieter Vogel

    Eine »lange schöne Mauer«? Millionen von Ausweisungen? Das Ende des Nord­amerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta)? Was Mexiko tatsächlich bevorsteht, wenn Donald Trump ins Weiße Haus einzieht, ist noch nicht ausgemacht. Welche Grenzsicherungsanlagen tatsächlich errichtet werden, ist ungewiss, Fragen des freien Warenverkehrs will der künftige US-Präsident wahrscheinlich nachverhandeln. Sollte er wirklich drei Millionen Mexikanerinnen und Mexikaner ohne ­Papiere, die ihm »kriminell« erscheinen, des Landes verweisen, würde er nur mit seinem Vorgänger gleichziehen – genau so viele Menschen mexikanischer Herkunft wurden während der Präsidentschaft von Barack Obama ausgewiesen.

    Doch das kann im Nachbarland niemanden beruhigen. Bislang ist unkalkulierbar, wie sich das ohnehin schwierige Verhältnis zwischen Mexiko und den USA entwickelt. Es kann alles beim Alten bleiben, und es kann noch schlimmer kommen als von Trump angekündigt. »Diese Unsicherheit führt zu weniger Investitionen, in der Folge werden weniger Arbeitsplätze geschaffen«, ­befürchtet die mexikanische Bank BBVA-Bancomer. Nach der Wahl verlor der Peso über 13 Prozent seines Werts gegenüber dem US-Dollar. Bislang hat er sich nicht erholt.

    Wegen des zu erwartenden Handelsstreits hat der Internationale Währungsfonds bereits seine Wachstums­erwartungen für die mexikanische Wirtschaft für 2016 und 2017 um über ein Viertel gesenkt. Sollte Trump wesentliche Nafta-Vereinbarungen annullieren und hohe Zölle für aus dem ­Süden importierte Güter einführen, wäre diese Schätzung wohl noch ­untertrieben. 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA, ­zugleich tätigt das Land 40 Prozent seiner Auslandseinkäufe beim nördli­chen Nachbarn. »Pro Minute werden Waren und Dienstleistungen im Wert von einer Million Dollar zwischen den beiden Staaten gehandelt«, sagt Manuel Molano vom Wirtschaftsinstitut Imco aus Mexiko-Stadt.
    Der ganze Text findet sich auf
    http://jungle-world.com/artikel/2016/49/55344.html

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