Lesung & Gespräch: Jan Gerber • Das Verschwinden des Holocaust • Naumanns Tanzlokal
Jan Gerber: Das
Verschwinden des Holocaust. Zum Wandel der Erinnerung | Edition Tiamat
Gespräch mit Thomas Schmid
Ein Gespräch über das kollektive Gedächtnis des 20. Jahrhunderts und seine
Nachwehen
Die Erinnerung an den Holocaust schwindet und seine Singularität wird mehr und
mehr infrage gestellt. Der Historiker und Politikwissenschaftler Jan Gerber
(Leipzig) zeigt in seinem neuesten Buch, dass sich die Erkenntnis von der
Besonderheit des Verbrechens erst mit zeitlicher Verzögerung durchsetzte. Die
Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen
Buchenwald und Birkenau, Belsen und Belzec, waren lange kaum jemandem bewusst.
Erst ab den siebziger Jahren bewegte sich der Holocaust aus den Vororten des
Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum. Thomas Schmid (Berlin),
Journalist und ehemaliger Herausgeber der Tageszeitung Die Welt, geht im
Gespräch mit dem Autor den Ursachen dieser Entwicklung nach. Was waren die
Voraussetzungen jener Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren
scheinen? Auf der Suche nach Antworten begeben sich beide Gesprächspartner tief
in die Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts
und verbinden diese mit der Gedächtnisgeschichte des Holocaust. Dabei werden aktuelle
Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den
Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet.
Eintritt frei
Eine Veranstaltung des Dubnow-Instituts und der Edition Tiamat.
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„Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die
allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daß
ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen. Ich kann nicht
verstehen, daß man mit ihr bis heute so wenig sich abgegeben hat. Sie
zu begründen hätte etwas Ungeheuerliches angesichts des Ungeheuerlichen,
das sich zutrug.“
– Theodor W. Adorno: Erziehung nach Auschwitz
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