STAAKT
Staakt (Aufruf zum Streik)
#Februarstreik wird in den Niederlanden ein Generalstreik im Jahr 1941 gegen die deutsche Besatzung und deren antisemitische Deportationen im Zweiten Weltkrieg bezeichnet. In dem Streik zeigten sie ihren freien Willen und eine antifaschistische Haltung. Das niederländische #Proletariat, stellt sich somit gegen jeden Antisemitismus des deutschen #Nazismus, ihre uneingeschränkte Solidarität mit den jüdischen Volk und der Freiheit der Menschgeschlechts ist beispielgebend.
Am 11. Februar 1941 kam es nach provokativen Aufmärschen und Übergriffen niederländischer Nationalsozialisten rund um den Waterlooplein im Amsterdamer Judenviertel Jodenbuurt zu Zusammenstößen und Schlägereien zwischen Mitgliedern der „Wehrabteilung“ und überwiegend jüdischen Bewohnern des Amsterdamer Viertels. Dabei erlitt ein niederländischer Nationalsozialist, Wachtmeister Hendrik Evert Koot, schwere Kopfverletzungen, an denen er drei Tage später starb. Die Deutschen riegelten das Viertel ab, [1] verhafteten 425 jüdische Männer und verbrachten sie nach Buchenwald und Mauthausen, wo die meisten im Verlauf des Jahres starben und mit zwei Ausnahmen keiner die NS-Zwangsarbeit überlebte.[2][3] Dieses brutale Vorgehen wird als Auslöser des Streiks angesehen
Am 24. Februar fand am Noordermarkt in Amsterdam eine öffentliche Versammlung statt, an der zahlreiche Büroangestellte teilnahmen. Dort riefen Piet Nak und Dirk van Nimwegen zum Streik auf. In der Nacht verfasste die mittlerweile illegale niederländische Kommunistische Partei der Niederlande (CPN) einen Streikaufruf, vervielfältigte ihn und organisierte die Verteilung vor den Fabriktoren.[12] Die Demonstrationen vom 25. Februar 1941 und Folgetag in Amsterdam gingen als „Februarstreik“ in die niederländische Geschichte ein. In Amsterdam kam der öffentliche Nahverkehr zum Erliegen. Straßenbahnen, deren Fahrer beim Streik nicht gleich mitmachen wollten, wurden mit Steinen beworfen, angehalten oder gar umgestürzt.[13] Die städtischen Bediensteten beteiligten sich, der Schiffbau auf den Werften wurde gestoppt, die Stahlindustrie kam zum Erliegen, Schüler verließen die Klassenräume, in der ganzen Stadt waren Geschäfte und Büros geschlossen. Am folgenden Tag weitete sich der Streik auf die Gebiete Zaanstreek, Kennemerland (Haarlem und Velsen, die Hochöfen), Hilversum, Utrecht und Weesp aus.
Am zweiten Tag begann Rauter damit, den Streik gewaltsam niederschlagen zu lassen, und wies die Amsterdamer Polizei und den deutschen Ordnungsdienst an, auch mit Schusswaffen gegen die Demonstranten vorzugehen. Der deutsche Militärbefehlshaber, General Friedrich Christiansen, verhängte den Ausnahmezustand über Nordholland. [5][14] Es gab etwa vierzig Verletzte und neun Tote.[15] Am Abend des 26. Februars war der Generalstreik gewaltsam beendet.[16]


