Samstag, 8. November 2025

Weiden | Gedenken an das Novemberpogrom 1938 | Flagge zeigen! Solidarität mit den Jüdinnen, Juden und Israel

Das diesjährige Gedenken anlässlich des Pogroms vom 9. November 1938 findet am Sonntag, 9. November 2025, um 16 Uhr statt. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lädt dazu wie in jedem Jahr zum Gedenkstein in der Konrad-Adenauer-Anlage (neben Josefskirche) ein.

Pfarrer Alfons Forster (katholischer Vorsitzender), Matthias Langer (evangelischer Vorsitzender) und Werner Friedmann (jüdischer Vorsitzender) hoffen auf rege Beteiligung. Auch in diesem Jahr geht es nicht nur um die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1938 und an die in der Folge ermordeten Weidener Bürger jüdischen Glaubens.

Zeichen gegen anwachsenden Antisemitismus

Dieses Mal geht es auch und ganz besonders darum, ein Zeichen zu setzen gegen den anwachsenden Antisemitismus, der immer dreister sein böses Gesicht zeigt. „Jeder Bürger ist eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und damit persönlich zu zeigen, dass es in unserem Land nie wieder Antisemitismus, Ausgrenzung und Hass gegenüber anderen Menschen und Gruppen geben darf.“

Mitgestaltung durch Kepler-Schüler

Rabbiner Dannyel Morag trägt das jüdische Totengebet vor. OB Jens Meyer und Imam Mahir Khedr sprechen Grußworte. Schüler der elften Klasse des Kepler-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Tobias Wagner werden mit einem Beitrag die Gedenkfeier mitgestalten. Das Duo Christoph Pausch und Klaus Luther umrahmt die Feier musikalisch. 

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Mittwoch, 5. November 2025

Erinnerung an Bernhard Lichtenberg

 

„Ich erkenne im Juden meinen Nächsten"

Bernhard Lichtenberg, der einzige katholische Priester in Nazi-Deutschland, der seine Stimme gegen die Verfolgung der Juden erhob, wurde am 3. Dezember 1875 in Ohlau (poln. Oława), etwa 30 Kilometer südöstlich von Breslau (poln. Wrocław) in der damals preußischen Provinz Niederschlesien geboren. Er war das zweite von fünf Kindern. Die Kaufmannsfamilie gehörte zu der katholischen Minderheit in der überwiegend protestantischen Stadt. 1886 stellten die Katholiken etwa 31 % der 15.787 Einwohner. Es gab auch eine kleine jüdische Gemeinde von 123 Personen (0,8 %). Bernhard Lichtenberg machte sein Abitur am Ohlauer Gymnasium und beschloss, Priester zu werden. Er studierte Theologie in Breslau und Innsbruck und erhielt 1899 die Priesterweihe. Seine Tätigkeit im Dienst der Kirche konzentrierte sich nach 1913 auf Berlin. Nachdem er mehr als ein Jahrzehnt  Pfarrer der Herz-Jesu-Gemeinde in Charlottenburg war, wurde er 1932 als Dompfarrer an die 

St.-Hedwig-Kirche berufen. Lichtenberg engagierte sich auch kirchenpolitisch und war von 1913 bis 1920 Vertreter der Zentrumspartei im Bezirk Charlottenburg und von 1920 bis 1930 Mitglied des Weddinger Bezirksparlaments. Nach dem Ersten Welrkrieg, in dem er als Militärkaplan diente, war er auch Mitglied des „Friedensbundes Deutscher Katholiken" geworden und 1929 wurde er in den Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden" berufen. Bereits 1931 wurde Lichtenberg zur Zielscheibe eines gehässigen Artikels in Goebbels' Hetzblatt „Der Angriff", nachdem er einen Aufruf unterzeichnet hatte, der Katholiken empfahl, die Verfilmung von Erich Maria Remarques Antikriegsnovelle „Im Westen nichts Neues" anzusehen. Am 31. März 1933, zwei Monate nachdem die Nazis an die Macht gekommen waren, arrangierte Lichtenberg für den jüdischen Bankier Oskar Wassermann ein Treffen mit Kardinal Bertram, dem Erzbischof von Breslau und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Dies war ein vergeblicher Versuch, den Kardinal zum Einschreiten gegen den für den nächsten Tag geplanten Boykott gegen die Juden zu bewegen. Bertram sah die ganze Angelegenheit als nicht in den Bereich der Kirchenaktivitäten gehörig an.

In deutlichem Kontrast zur Mehrheit der katholischen und protestantischen Kirchenführung während des Holocaust war Lichtenberg von Anfang an davon überzeugt, dass er als katholischer Priester verpflichtet sei, den Juden, die zunehmend aller Bürger- und Menschenrechte beraubt wurden, zu helfen. Der „Lagebericht der Staatspolizeistelle Potsdam"  für Februar 1936 berichtet von einem in Berlin gehaltenen Religionsgespräch zwischen Lichtenberg, zwei Rabbinern, zwei Pfarrern der Bekennenden Kirche und einigen „nichtarischen" Laien. „Die Versammlung soll zu dem Ergebnis gekommen sein, daß das deutsche Volk an den Juden viel wieder gutzumachen habe". Nachdem Lichtenberg 1937 zum Domprobst gewählt worden war, wurde ihm im August 1938 die Leitung des „Hilfswerkes beim Bischöflichen Ordinariat Berlin", das vielen Katholiken jüdischer Abstammung bei der Emigration aus Nazi-Deutschland half, übertragen.

Unter dem Eindruck der „Reichskristallnacht" am 9./10. November 1938 war Lichtenberg der einzige Kirchenmann, der seine Stimme öffentlich und furchtlos gegen die Brutalität der Nazis erhob, während die deutschen Kirchen in ihrer Gesamtheit - einschließlich der dissidenten Bekennenden Kirche- zu den Ausschreitungen gegen die Juden schwiegen:

„Was gestern war, wissen wir. Was morgen ist, wissen wir nicht. Aber was heute geschehen ist, haben wir erlebt: Draußen brennt der Tempel. Das ist auch ein Gotteshaus."

 

Von diesem Abend an bis zu seiner Verhaftung am 23. Oktober 1941 betete Lichtenberg täglich auf seiner Kanzel in der St.-Hedwig-Kirche fur die Juden, die Christen jüdischer Abstammung und andere Opfer des Regimes. Nach dem Kriegsausbruch bereitete er ein Schreiben an den Berliner Luftschutzleiter vor, in dem er gegen die Rassentrennung in den Luftschutzbunkern protestierte, die mit einem Dekret vom 14. Dezember 1939 angeordnet worden war.

Lichtenbergs ablehnende Haltung zum NS-Regime und seine fortdauernden Proteste gegen die Judenverfolgung brachten ihn zwangsläufig in Konflikt mit der Unterdrückungsmaschinerie des nationalsozialistischen Staates. Zwei Studentinnen, die ihn öffentlich für die Juden und die Häftlinge der Konzentrationslager beten hörten, denunzierten ihn. Bei der Hausdurchsuchung, die die Gestapo am 23. Oktober 1941 in seiner Wohnung vornahm, fand sich eine Kanzelvermeldung, die Lichtenberg am darauf folgenden Sonntag hatte verlesen wollen. Die Vermeldung war eine Reaktion auf ein von Goebbels Propagandaministerium verbreitetes Flugblatt, in dem die deutschen „Volksgenossen" davor gewarnt wurden, Juden auf irgendeine Weise zu helfen oder sie auch nur freundlich zu grüßen. Lichtenberg schrieb:

„In Berliner Häusern wird ein anonymes Hetzblatt gegen die Juden verbreitet. Darin wird behauptet, dass jeder Deutsche, der aus angeblicher falscher Sentimentalität die Juden irgendwie unterstützt, und sei es auch nur durch ein freundliches Entgegenkommen, Verrat an seinem Volk übt. Laßt euch durch diese unchristliche Gesinnung nicht beirren, sondern handelt nach dem strengen Gebote Jesu Christi: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

 

Bei seinem Verhör weigerte sich Lichtenberg, seine Worte zurückzunehmen und verschärfte sogar noch seine Aussagen. Als er zu einem mit Anmerkungen versehenen Exemplar von „Mein Kampf", dass sich in seinem Besitz befand, befragt wurde, erwiderte Lichtenberg, dass er als katholischer Priester verpflichtet sei, der in „ Mein Kampf" dargelegten Weltanschauung zu widersprechen, da sie unchristlich sei. Er war auch bereit, alle Konsequenzen auf sich zu nehmen, die sein Widerstand gegen die Politik des Staates für ihn haben würde:

„Das ergibt sich daraus, dass ich die Evakuierungen (d. h. die Deportation der Juden) mit all ihren  Begleiterscheinungen innerlich ablehne, weil sie gegen das Hauptgebot des Christentums gerichtet sind, „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst". Und ich erkenne auch im Juden meinen Nächsten, der eine unsterbliche, nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffene Seele besitzt. Da ich aber diese Regierungsverfügung nicht hindern kann, war ich entschlossen, deportierte Juden und Juden-Christen in die Verbannung zu begleiten, um Ihnen dort als Seelsorger zu dienen. Ich benutze diese Gelegenheit, um die Geheime Staatspolizei zu bitten, mir diese Gelegenheit zu geben."

Im Mai 1942 verurteilte das Berliner Landgericht Lichtenberg wegen „Kanzelmißbrauchs" und „Heimtücke" zu zwei Jahren Haft. Befragt, ob er selber noch etwas zu seiner Verteidigung anzuführen habe, äußerte Lichtenberg laut Urteilsprorokoll:  „lch gebe der Überzeugung Ausdruck, dass der Staat durch einen für die Juden betenden Bürger keinen Schaden erleide."

Gegen Ende der zweijährigen Haft besuchte der Berliner Bischof Preysing Lichtenberg im Gefängnis Tegel und überbrachte ihm das Angebot der Gestapo, ihn freizulassen, wenn er verspräche, nicht zu predigen, solange der Krieg dauere. Lichtenberg bat stattdessen um  die Erlaubnis, Juden und Christen jüdischer Abstammung, die deportiert wurden, nach  Lodz/Polen begleiten zu dürfen und dort als Seelsorger zu dienen. Preysing, der sich große Sorgen um Lichtenbergs schlechten Gesundheitszustand machte, versuchte vergeblich, ihn von diesem Gedanken abzubringen.

Angesichts von Lichtenbergs unerschütterter Gegnerschaft zum NS-Regime ordnete  der SD seine Internierung im Konzentrationslager Dachau an. Während er noch auf die Überstellung dorthin wartete, wurde der 67-jährige schwer krank und starb am 5. November 1943.

Am 7. Juli 2004 erkannte Yad Vashem Bernhard Lichtenberg als  „Gerechten unter den Völkern" an.

Dieser Text wurde dem „Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Deutsche und Österreicher” (Hrsg.: Daniel Fraenkel und Jakob Borut) entnommen

 

 https://www.yadvashem.org/de/righteous/stories/lichtenberg.html

https://www.instagram.com/antifagruppeweidenneustadt/

Samstag, 1. November 2025

Linke Literaturmesse in Nürnberg zerschlagen / Antideutsche Aktion in Weiden / Gegen jeden Antisemitismus / againstputin

 COME TO THE REAL ANTIFASCIST 

 Antideutsche Aktion in Weiden 

   Der  7. Oktober und die Gewalt im Bild 

Solidarität mit Israel 

Hamas und ihre Wirkungen der von ihr produzierten Bildgewalt und wie traumatisierte Juden damit lernen therapeutisch umzugehen 

Autoritäre Linke, Hamas und die MullahPutinAfD  

und deren  Verbot baldigst umsetzen - und 'Die Linke'  links liegen lassen  

Die AfD und ihre deutsche Heimat Palästina im Wahn des Antisemitismus doch wieder  - da ² und dann wieder vereint. #AfDVerbotjetzt und #NoPalestine, damit wir leben können. #SupportIsrael #AgainstHams #AgainstAfD #Antideutsche #Antifa #niewiederpalästina "Die #AfD und ihr Umfeld nehmen Stellung zum Krieg gegen Israel. Das Gerücht über Israel." "In der AfD dominiert der antiwestliche Flügel, der mit dem Iran sympathisiert. Manche glauben, Israel habe den Hamas-Überfall absichtlich geschehen lassen. Man müsse »Palästina von deutscher Schuld befreien«, hatten kürzlich antiisraelische Demonstranten vor dem Bundesaußenministerium in Berlin skandiert. Hans-Thomas Tillschneider, AfD-Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt, sieht den Angriff der Hamas offenbar als Gelegenheit, auch Deutschland von der »Kollektivschuld« zu befreien. »Was Israel zurzeit im Gaza-Streifen anrichtet«, sei »Unrecht«, heißt es in einem Video, das Tillschneider am Wochenende auf Tiktok veröffentlicht hat, denn Israel »straft die Palästinenser kollektiv«. Man dürfe »nicht das ganze Volk in die Mithaftung nehmen für die Taten einiger weniger«. Genau das Gleiche gelte »übrigens auch für die Deutschen und den Holocaust«." #AgainstQuerfront #AgainstNazism #againstjungewelt #IraniansStandWithIsrael


Gegen die #Linke Literaturmesse in Nürnberg Stoppt die #Linke Literaturmesse 

 https://en.wikipedia.org/wiki/Russia%E2%80%93Hamas_relations



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